Prognose: Bis 2021 soll die LED-Beleuchtung 52 Prozent ausmachen

Einen Anteil von 52 Prozent soll bis zum Jahre 2021 die kommerzielle LED- Beleuchtung haben. Dies erwarten die Analysten von Pike Research. Als sinnvolle Alternative zur Leuchtstoffröhre oder zur klassischen Glühlampe gelten schon länger die LEDs, das ist keine Frage. Gerade im gewerblichen Umfeld ist die LED schon weit verbreitet, auch wenn sie privat noch nicht so stark eingesetzt wird. Der Anteil auf dem Markt soll aber in der kommerziellen Gebäudebeleuchtung der LED-Technik bis auf 52 Prozent bis 2021 ansteigen, wenn die Analysten, die das voraussagen, Recht behalten sollten.

In der Beleuchtungsindustrie ist seit 130 Jahren mit der LED ein bedeutender Durchbruch gelungen. Ordentlich aufgewirbelt wurde die Beleuchtungsbranche, als in den späten 1990er Jahren mit der Produktion der weißen LEDs begonnen wurde. Die einst so gemütliche Beleuchtungsproduktion ist in ein neues Zeitalter geschleudert worden, durch die modernen LED-Systeme, die angesteuert werden von Halbleitern und Software. Fast vollständig vom Markt verschwinden werden in den nächsten zehn Jahren, die weniger effizienten T12- und T8-Leuchtstoffröhren, laut des Analysten Eric Bloom.

Mehr als 50 Prozent werden künftig auf dem Beleuchtungsmarkt die Lichtsysteme auf Basis der LED vorhanden sein. Mit den herkömmlichen Leuchtstofflampen, Hochdruck-Entladungslampen (HID) und den Kompakt-Leuchtstofflampen (CFL) muss sich dabei die LED-Technologie messen können. Für 2011 rechnet Pike Research mit einem weltweiten Anteil von 42 Milliarden US-Dollar an kommerzieller Beleuchtung. Im Jahre 2012 soll dann der Höchststand von 54 Milliarden US-Dollar erreicht werden. Über eine höhere Lebensdauer verfügen LED-Systeme, deshalb wird auf 30 Milliarden US-Dollar der globale Markt bis zum Jahre 2021 absinken.

Kempten: Kampagne zur Finanzierung neuer LED-Weihnachtsbeleuchtung

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Ein Thema ist in Kempten alle Jahre wieder seit Jahren die Weihnachtsbeleuchtung. Um die Kosten geht es dabei in erster Linie. Organisiert wird die weihnachtliche Beleuchtung vom Verein City-Management. Auf breite Beine gestellt werden soll nun das Ganze laut der Geschäftsführerin Annett Lukas und Marcel Sroczynski, Geschäftsführer bei Galeria-Kaufhof. Besonders jetzt, wenn es um die Anschaffungskosten für die dringend notwendigen energiesparenden LED-Lampen geht, soll sich finanziell die Stadt mehr beteiligen. Bereits in diesem Jahr sollte in der Stadt auf LED-Weihnachtsbeleuchtung umgerüstet werden. Denn dringend müssen die alten Glühbirnen ausgetauscht werden, die ständig erneuert wurden. Laut Sroczynski fehlt dazu das Geld, denn auch das Auf- und Abhängen der Beleuchtung steht an. Jede Saison belaufen sich die Kosten dafür auf 20.000 Euro, auch wenn Feuerwehr und Technisches Hilfswerk tatkräftig unterstützen.

Insgesamt würde eine Neuanschaffung zwischen 40.000 und 50.000 Euro kosten, denn es wären ungefähr 8.000 bis 9.000 neue LED-Leuchten notwendig. Alleine kann der Verein City-Management diese Kosten nicht tragen. In Grenzen halte sich aber auch bei den Gewerbetreibenden die Beteiligung an den Kosten für die weihnachtliche Lichterstimmung. Inzwischen habe der Verein 64 neue Mitzahler dazugewonnen, durch die Aktion mit dem Motto „Kempten leuchtet – wir sind dabei“. Doch nicht nur die Gewerbetreibenden seien Nutznießer der Weihnachtsbeleuchtung, sondern die ganze Stadt profitiere von der Aufenthaltsqualität laut dem Galeria-Kaufhof-Chef. Mehr als bisher soll die Stadt deshalb mitbezahlen, für die dringend nötige Umrüstung auf LED-Lampen. Die ältesten Lampen hängt Kempten auf, aber die schnellste Datenautobahn wird eingerichtet.

Dazu ist von der Stadtverwaltung gesagt worden: An den Stromkosten von 8.000 bis 9.000 Euro beteilige sich die Stadt laut OB Dr. Ulrich Netzer. Sonst könne er zu diesem Thema nichts sagen, denn er habe ansonsten keine Fakten auf dem Tisch. Für die Finanzierung weiter werben möchte jetzt der Verein City-Management Kempten.

Seinen 80. Geburtstag feiert der Erfinder der weißen LED

Als Geburtsjahr der weißen LED gilt das Jahr 1995. Professor Dr. Jürgen Schneider, der Abteilungsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik (Fraunhofer IAF) hat sie erfunden. Auf ein langes erfülltes Leben kann der Erfinder zurückblicken, denn einen runden Geburtstag feiert er in diesem Monat.

Es ist nicht immer leicht mit neuen Erfindungen, das bekam auch Professor Dr. Schneider zu spüren. Als merkwürdige Büroklammer hat ein Kunde die erste Lumineszenzkonversions-LED entsorgt, die er von dem Erfinder präsentiert bekam. Als Erfinder der weißen LED, gilt dabei der langjährige Abteilungsleiter des Fraunhofer IAF. Seinen 80.Geburtstag feiert er am heutigen 25. November 2011.

In Freiburg studierte der in Berlin geborene Dr. Schneider Physik. Nach zwei Forschungsaufenthalten in den USA habilitierte er dann 1967 in Freiburg. Dem Fraunhofer IAF blieb der Professor treu, trotz mehrerer Angebote an verschiedenen Lehrstühlen. Die Abteilung Materialforschung leitete er hier bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1996. Die weiße lichtemittierende Diode, die aus einem einzigen Halbleiter besteht, entwickelte er 1995 – die weiße LED hatte somit ihre Geburtsstunde. Eine energieeffiziente und langlebige Zukunft auf dem Markt wird dieser kleinen Lichtquelle zugesichert. Auf die Vorteile der LED-Technologie im Fern- und Abblendlicht setzt besonders die Automobilindustrie, neben den einfacheren Anwendungen in Schreibtischleuchten, Taschenlampen oder in vielen anderen praktischen Lichtquellen. Geschätzt (Strategies Unlimited) wird für das Jahr 2014 der weltweite Markt für LED-Beleuchtung auf etwa 8,3 Milliarden US-Dollar. Noch lange nicht ausgeschöpft ist das Potenzial der weißen LED. Um weitere Verbesserungen in der Effizienz, Farbqualität und Lichtintensität zu erzielen, forscht auch heute noch sehr intensiv das Fraunhofer IAF.

Mit Fern-Infrarot und LED-Leuchten werden Personen schneller erkannt

Ein Fahrerassistenzsystem, das Tiere und Personen am Straßenrand mit Licht markiert und diese dadurch früher erkannt werden, hat Marko H. Hörter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Vollautomatisch wird dabei die Bildanalyse von einem komplexen mechatronischen System übernommen. Ein präziser Lichtspot, der besonders von lichtstarken LED-Lampen erzeugt wird, wird dabei bei Bedarf aktiviert.

Die KIT-Lösung ist ein autonom agierendes System und keine Erweiterung eines vorhandenen Nachtsichtsystems, also anders wie bei der Spotlight-Funktion im Mercedes CL, dem einzigen serienmäßigen System mit ähnlicher Funktionalität. Es ist nicht die Möglichkeit vorgesehen, in einem Monitor – was wertvolle Reaktionszeit kosten würde – per Infrarot Menschen oder Tiere sichtbar zu machen. Von der Mercedes-Lösung unterscheidet sich aber auch die Technik der Lichtmarkierung selbst. Je drei LEDs rechts und links sind in die Scheinwerfer integriert, die mit scharfer Hell-Dunkel-Abgrenzung eine gezielte Markierung ermöglichen. Elektromotorisch verstellt werden die LED-Einheiten, und in der Sekunde sind Winkelgeschwindigkeiten von 200 Grad machbar. Bis zu einer Entfernung von 150 Meter Menschen und Tiere zu erkennen, ist durch den Einsatz von Fern-Infrarot das System in der Lage.

Völlig anders aufgebaut ist die Serienlösung von Mercedes. Eine optionale Erweiterung des Nachsicht-Assistenten Plus ist hier zum einen das „Spotlight“. Menschen und Tiere mithilfe von Nah-Infrarot im Monitor sichtbar zu machen – nur darin bestand die ursprüngliche Grundfunktion und sie bleibt auch erhalten in Verbindung mit dem Spotlight. Die Reichweite für die Erkennung soll 80 Meter betragen, Mercedes setzt auf Nahinfrarot, und der Lichtspot wird nicht mit LEDs erzeugt. Nachgewiesen wurde aber in Praxistests ein deutlich erkennbarer Nutzen für beide Systeme. Im Durchschnitt 25 Meter früher wurde ein Fußgänger bei 70 km/h mit der Spotlight-Funktion bei Versuchsfahrten von Daimler erkannt. Das entspreche einem Zeitvorteil von ca. 1,3 Sekunden. Bei Geschwindigkeiten von 60 km/h führte das KIT auf einer Landstraße bei Bad Bergzabern seine Versuche durch. Verbesserungen von 35 bis 40 Metern ergaben sich dabei – ein Fahrer gewinnt für ein früheres Reagieren zwei bis drei Sekunden.

LED-Weihnachtsbeleuchtung in Nördlingen

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Ökologische Akzente setzen will Nördlingen in diesem Jahr bei ihrer Weihnachtsbeleuchtung. Mit zwei Strängen, an denen sogenannte LED-Lampen hängen, läuft in der Löpsinger Straße eine Art Feldversuch. Diese verbrauchen weniger Strom und sind aus Plastik. Außerdem geht diese LED-Weihnachtsbeleuchtung nicht so häufig defekt, da sie als sehr robust gelten soll. Bei den herkömmlichen Leuchten bleibt es erstmal im restlichen Stadtgebiet.

Diese Initiative sei vom Oberbürgermeister Herman Faul ausgegangen, wie Susanne Vierkorn, die Geschäftsstellenleiterin des Stadtmarketingvereins gegenüber der Presse mitteilte. Jedes Jahr mussten zirka 1.000 Lampen ersetzt werden, die beim Auf- und Abbau der Weihnachtsbeleuchtung zu Bruch gegangen sind. Deshalb meinte Vierkorn, dass sie diese Idee des OBs gerne aufgegriffen hätten. Über die Anschaffung der LED-Weihnachtsbeleuchtung kann nun nachgedacht und auch umgesetzt werden, nachdem die Preise sich mittlerweile für die LED-Technik nach unten bewegen. Im Vordergrund steht zunächst allerdings der Probelauf in der Löpsinger Straße. Zwei verschiedene Muster von LED-Leuchten, die nun gezielt in diesem Jahr in der Adventszeit getestet werden, sind vom Marketingverein besorgt worden. Wenn der Versuch ein positives Ergebnis zu Tage bringt, soll geprüft werden, ob und inwieweit es machbar ist die gesamte Stadt auf die moderne Weihnachtsbeleuchtung umzurüsten.

Ein großer Vorteil der LED-Technik, sind die geringeren Energiekosten im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung. Nach einer gewissen Zeit amortisiert sich der niedrigere Stromverbrauch gegenüber den höheren Anschaffungskosten. Eine längere Lebensdauer der LED-Leuchten ist ein weiterer Vorteil. Auch auf die Schlagfestigkeit der LED- Beleuchtung wies der Elektromeister und Stadtrat Joachim Sigg hin. Die Leuchtstränge in der Stadt werden neben dem städtischen Bauhof, anderen Elektrobetrieben von Nördlingen, auch von seiner Firma aufgehängt, der deshalb gute Erfahrung mit der Weihnachtsbeleuchtung hat.

Fledermäuse in Dresden bekommen romantisches Licht

Jetzt hat in Dresden die Montage der neuen modernen LED- Brückenbeleuchtung am „Blauen Wunder“ mit einer mehrwöchigen Verspätung begonnen. Bald kann die Brücke nachts erstrahlen, denn Ende November soll die Montage fertig sein. Wir hatten ja schon vor kurzer Zeit über dieses Projekt berichtet.

Die ersten LED-Strahler in der Mitte auf den Hauptbändern der Loschwitzer Brücke werden derzeit von Monteuren der Firma Höhne Elektro aus Radebeul installiert. Das schöne Wetter ist ein Vorteil für die Spezialisten, dadurch haben sie die Möglichkeit viele der Leuchten anzubringen. Wenn die Brücke fertig ist, zieren insgesamt 60 LEDs das „Blaue Wunder“.

Dass die Brücke abends und nachts angestrahlt wird, fanden nicht alle richtig. Denn nachtaktive Tiere wie Fledermäuse könnten durch die Beleuchtung irritiert werden, war die Meinung von Cornelia Munzinger-Brandt (Grüne). Offenbar unbegründet ist diese Sorge. Diese Problem wurde schon im Konzept für die Brücke berücksichtigt, denn die Lichtgestalterin Ute Zwicker hat auch dies bedacht. Da die LED-Lampen keine Abstrahlung wie herkömmliche Leuchten im UV-Bereich haben, meinte die Lichtgestalterin, habe sie empfohlen, diese einzusetzen. Die Tiere, die nachts aktiv sind, können dieses UV-Licht verstärkt erkennen, doch Menschen sehen es nicht. Nicht allzu viele Untersuchungen gebe es dazu, doch orientieren sich Fledermäuse neben ihrer hauptsächlichen Navigation per Echolot auch an UV-Licht, hätten vor wenigen Jahren Wissenschaftler herausgefunden, sagt Zwicker. Bei dem Lichtkonzept für das Wahrzeichen im Osten von Dresden wurde ebenfalls an noch kleinere Tiere gedacht. Getestet wurden vom Umweltamt Dresden verschiedene Lampen, die für das Blaue Wunder in Frage kommen sollten. LED-Lampen, die eine möglichst geringe Anziehungskraft auf Insekten ausüben, sind dann ausgewählt worden. Ende November soll dann der Probebetrieb starten, laut der Rathaussprecherin Nora Jantzen.
Der Brückenschlag-Chef Stefan Kreuzer sagt: Bisher hatte es von der Stadt kein Geld gegeben, um die Brücke „Blaues Wunder zu beleuchten.

Von einer ganz ungewohnten Seite zeigte sich dann der Baubürgermeister Jörn Marx (CDU), als im September dieses Jahres plötzlich die Finanzierung stand. Zum „romantischen Licht“ erklärte er die Brückenbeleuchtung mit geradezu poetischem Unterton. Der lange Streit um das Geld gerät in Vergessenheit, nachdem offensichtlich auch die Fledermäuse von der LED-Beleuchtung profitieren.

Mit 150 LEDs wird das Parkhaus „Alte Oper“ in Frankfurt beleuchtet

Die größte Anlage in Frankfurt am Main, die mit LEDs ausgestattet wurde, ist nun in Betrieb genommen worden. Erhellt wird mit rund 150 LED-Röhren die eine Länge von 1,20 Meter und 1,50 Meter haben, das erste Parkdeck im Parkhaus „Alte Oper“. Die vorhandenen Lampenfassungen wurden durch neue LED-Leuchten ausgetauscht, nachdem die erforderlichen Zulassungen Fachleute der Parkhaus Betriebsgesellschaft zusammen mit Lanser, dem Wiesbadener Hersteller von Leuchten, erwirken konnten. Eine deutliche längere Lebensdauer versprechen sich die Hersteller für diese Technik, was aber mehr im Vordergrund steht, ist die Energieeinsparung von rund 50 Prozent. Mit den fast 30 Tausend Kilowattstunden, die damit eingespart werden, können zwölf Familien mit Strom versorgt werden. Innerhalb von gut einem Jahr wird sich den Planungen zufolge die Erneuerung rechnen, auch wenn um rund 50 Euro eine LED-Leuchte teurer ist, als herkömmliche Neonröhren. Bei der Ausleuchtung großer Flächen steht diese Technik erst am Anfang, wobei bei der dekorativen Beleuchtung oder im Auto LED-Leuchten meist schon Standards sind.

Bei der Einführung innovativer Technologie unterstreicht die ABG ihre führende Rolle mit dieser Investition. Einen Park & Ride-Parkplatz, einen Parkplatz mit insgesamt 16.200 Stellplätzen, 41 Tiefgaragenhäuser und 22 Parkhäuser betreibt die ABG Holding in Frankfurt über ihr Tochterunternehmen Parkhaus Betriebsgesellschaft. Zumeist mit Leuchtstoffröhren werden die Parkhäuser beleuchtet. Eine entscheidende Rolle für die Umrüstung hat nicht nur der wirtschaftliche Aspekt gespielt, sondern auch die klima- und umweltpolitischen Gedanken. Die mit dem Einsatz von LEDs entstandene Energieeinsparung entspricht ca. 19 Tonnen Kohlendioxyd, die nicht mehr benötigt werden. Messtechnisch begleitet wird in einem Feldtest, der drei Jahre dauert, der Einsatz der LED-Leuchten in dem Parkhaus „Alte Oper“ in Frankfurt am Main. Auf den Leuchtkraftverlust, die Stromeinsparung und damit auch auf die Wirtschaftlichkeit liegt besonders das Augenmerk.

Richtige Scheinwerfer sind in der Dunkelheit wichtig

Viel gefährlicher wird es auf den Straßen, wenn es dunkel wird. Die Unfallzahlen steigen in der Nacht, auch wenn weniger Verkehr herrscht. Die Sicherheit auf den Straßen ist sehr wichtig und neue Scheinwerfer sollen diese erhöhen. Ein optischer Effekt, damit ein Auto auch besser aussieht, ist ein weiterer Aspekt.

In der Nacht ereignen sich knapp die Hälfte aller Unfälle, wenn auch in Deutschland statistisch gesehen rund Dreiviertel aller Wegstrecken tagsüber gefahren werden. Der Scheinwerfer-Entwickler bei Mercedes, Uwe Konstanzer, erklärt dazu, dass sich das Unfallrisiko bei Dunkelheit nahezu verdopple. Viel geleistet hat deshalb seine Zunft in den vergangenen Jahren. Die Ingenieure haben die Sicht deutlich verbessert mit LED-Leuchten und mit Xenon Scheinwerfern, die längst aus der Oberklasse im Kompaktsegment angekommen sind. Intelligente Steuerungsmethoden, adaptive Scheinwerfer und neue Leuchtmittel sollen in Zukunft noch mehr Licht ins Dunkel bringen.

Zuletzt angekündigt hat dabei den größten Schritt BMW. In drei Jahren wollen die Bayern das erste Laserlicht anbieten, während viele Hersteller noch an ihren ersten LED-Scheinwerfern arbeiten. Debütieren sollen im elektrischen Sportwagen i8 die neuen Scheinwerfer mit leichtem Blauschimmer. Die Lasertechnik leuchte heller als ein LED-Scheinwerfer, ist kleiner, leichter und verbrauche noch weniger Energie, laut Volker Levering BMW-Entwickler. Noch nichts möchte er zu den Preisen sagen, doch mit einer großflächigen Verbreitung rechnet er allerdings schnell. Wie bei allen Halbleitern ist es auch bei Laserdioden und LEDs, die Preise fallen da alle neun Monate. An einen generellen Systemwechsel zu einer leistungsstärkeren Lichttechnik glaubt Severing noch nicht. Autos mit Halogen-Birnen – die im Preis einfach nicht zu schlagen sind- wird es solange geben, bis sie der Gesetzgeber verbietet, denkt er.

Wenn der Autofahrer intelligente Scheinwerfer mit großer Leuchtweite nicht nutzt, helfen diese allerdings auch nichts. Nur in einem Viertel aller sinnvollen Fälle nutzen beispielsweise Autofahrer nach Analysen von US-Wissenschaftler das Fernlicht manuell, weil sie den Gegenverkehr nicht blenden wollen, oder es ihnen oft lästig ist, dieses einzuschalten. Immer mehr Fernlicht-Assistenten gibt es um dies auszugleichen. Sobald ein anderes Auto registriert wird, überwachen mit einer Kamera am Innenspiegel die elektronischen Helfer die Straße und blenden sie ab.

Auf LED-Lampen werden die ersten Hauptstraßen in Berlin umgestellt

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In Berlin in der Leibnizstraße wurden in den 1980er Jahren die alten Quecksilberdampf-Hochdruckleuchten installiert. Durch energiesparende LED-Leuchten werden diese nun ersetzt. Bis zu 50 Prozent weniger Energie verbrauchen die neuen LED, sie sind wartungsärmer und sogar noch langlebiger als die alte Technologie. Ein großer Praxistest ist diese erste Umrüstung in der Leibnizstraße, die eine Hauptstraße in Berlin ist. Nur in kleinen Wohnstraßen sind bisher LED-Straßenbeleuchtungen in der deutschen Hauptstadt getestet worden. Auf einer Hauptverkehrsstraße wird nun zum ersten Mal ein Projekt durchgeführt.

Mit einem Telemanagementsystem ausgestattet wird zudem die Straßenbeleuchtung. Das Beleuchtungsniveau kann je nach Bedarf verändert werden, beispielsweise regelmäßig in der Nacht oder zu bestimmten Anlässen. Als erstes erprobt wird diese Steuerungstechnik in Berlin. Von verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsprojekten wird diese Umrüstung begleitet. Ob mit der neuen LED-Lichttechnik gleichmäßiger die Straße beleuchtet wird oder wie sich auf der Fahrbahn und im Bereich der Gehwege das Beleuchtungsniveau verändert, untersucht der Fachbereich Lichttechnik der TU Berlin. Auch zur Verbesserung für die Beleuchtungssituation der Fußgänger gilt die besondere Aufmerksamkeit. Untersucht wird auch, wie sich die verschiedenen Leuchtmittel auf die Umwelt, Natur und den Mensch auswirkt, neben den lichttechnischen Studien. Beispielsweise wie die Insekten durch die unterschiedlichsten Leuchtmittel beeinflusst werden, ermittelt das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Sogenannte Insektenfallen wurden in den letzten Wochen zu diesen Zwecken angebracht. Als Insektenfreundliches Leuchtmittel sind die LEDs bei ähnlichen Untersuchungen aufgefallen.

Im Bereich der Hauptverkehrsstraßen sollen über weitere Umrüstmaßnahmen auf LED-Straßenleuchten entschieden werden – nach dem Vorliegen der Forschungsergebnisse dieses Pilotprojekts. Den Kampf gegen die Quecksilberdampf-Hochdrucklampen angesagt hat auch die EU. Ganz vom Markt verschwinden müssen diese ab 2015 laut einer EU Verordnung – wegen ihrer schlechten Energieeffizienz. In Berlin stehen noch über 10.000 dieser Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, und es verbleibt nicht mehr viel Zeit, diese zu entfernen.

Strom und Geld können über LED-WeihnachtsLichterketten gespart werden

Im Vorgarten funkeln Leuchtsterne und über die ganze Hausfassade sind Lichterketten verteilt. Nicht nur innen, sondern auch von außen um das ganze Haus dekorieren viele Verbraucher zur Advents- und Weihnachtszeit ihr Heim. In Haushalten, die Lichterketten mit Glühbirnen verwenden, steigen die Energiekosten in dieser Zeit.

Wie gut ist es da doch, dass mittlerweile Weihnachtsdekorationen mit LED-Technik in den Verkaufsregalen einen festen Platz gefunden haben, denn diese bringen auch viele Vorteile mit sich. Der wichtigste Aspekt sind dabei die Energiekosten, denn LED-Lichterketten verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen. Wesentlich geringer sind dadurch die anfallenden Stromkosten in der Adventszeit. Außerdem haben sie eine längere Lebensdauer und wenn bei einer LED Lichterkette eine Lampe ausfällt, muss diese nicht sofort ersetzt werden, wie das bei einer normalen Lichtkette der Fall ist. Auch besteht bei LEDs keine Gefahr einer Überlastung, das ist ein weiterer Vorteil. Zu LED-Lichterschmuck mit Transformatoren greifen die meisten Verbraucher. Die Weihnachtsbeleuchtung wird für den Außenbereich dadurch sicherer, weil die Steckdosenspannung wegen des Transformators reduziert wird.

Allerdings meint Thomas Haupt vom TÜV Rheinland, dass auf einige wichtigen Details beim Kauf von LED-Weihnachtsbeleuchtung geachtet werden sollten. Auch wenn weniger Energieverbrauch an erster Stelle für den Kauf einer LED-Lichterkette steht, ist eine gezielte Sicherheit auch sehr wichtig. Der Spezialist vom TÜV Rheinland sagt dazu, dass Produkte auf dem Markt sind, die von minderer Qualität sein können. Sie weisen oft häufige Mängel auf, wie schlechte Verarbeitung, Konstruktionsmängel und manchmal sogar fehlende Sicherheitshinweise. Schnell kann eine Lichterkette zu einem Risiko für den Verbraucher werden, wenn diese schlecht isoliert ist und nur einen unzureichenden Nässe-Schutz bietet. Da mit dem Einsatz einer LED-Lichterkette der Verbraucher viel Energie einsparen kann, sollte er beim Kauf mehr auf Qualität setzen.

Thomas Haupt meint dazu, dass der Käufer auf das GS-Zeichen achten sollte, das steht für eine unabhängige Sicherheit und ist auf der Verpackung zu finden. Der Hersteller vergibt diese CE-Kennzeichnung selbst und zeigt damit an, dass er sich an die Vorgaben der EU hält. Das Kürzel IP 44 muss auch bei Lichterketten zu finden sein, die für den Außenbereich gedacht sind. Ohne Probleme können im Garten oder an der Außenfassade diese Produkte angebracht werden, die damit gekennzeichnet sind.