Die weltweite Situation der Glühlampen

Eine Glühlampe braucht viel Energie, sie trägt dadurch maßgeblich zum CO2-Ausstoß bei – und deshalb wird sie nicht nur in Europa verboten. Beim Klimaschutz gilt als Vorreiter insbesondere Deutschland, doch viel weiter sind beim Einsatz neuer und effizienter Lichttechnologie einige Länder außerhalb der EU. Mehr politisches Engagement in diesem Bereich zeigen bemerkenswerterweise andere Länder wie zum Beispiel die Philippinen oder Argentinien. Nicht nur in Europa gilt das Aus der Glühlampe, weltweit steht der LED-Technologie eine rosige Zukunft bevor.

Länder aus Ozeanien und Südamerika sind unter anderem großen Vorreiter für ein Verbot der Glühlampe. Glühlampen schrittweise vom Markt zu nehmen begannen zwischen 2005 und 2007 Länder wie Venezuela, Brasilien oder Australien. Erst im Jahre 2009 hat Europa nachgezogen. Rege diskutiert wird das Verbot schon seit 2008 in Indien. Durch Energiesparlampen sollen 400 Millionen Glühbirnen ersetzt werden, plant die indische Regierung. Komplett aus dem öffentlichen Raum verbannt haben bereits schon manche Nationen die Glühbirne. Noch einen Schritt weiter sind einige Nationen, denn das Verbot erfolgreich 2010 durchsetzen konnten die Philippinen. Es gibt aber auch Länder, die leider weit unten das Thema auf ihrer Agenda haben, und eine Auslaufstrategie für Glühlampen verfolgen wollen, beispielsweise USA, China oder Russland. Hier verabschiedet sich die Glühbirne erst zwischen 2012 und 2014.

Vorangetrieben wurden bisher vorranging mit dem Einsatz von
Energiesparlampen, die Ambitionen Glühlampen endgültig abzuschaffen. Quecksilber, das Gesundheitsbeschwerden hervorrufen kann und beim Recycling Schwierigkeiten bereitet beinhalten leider die Energiesparlampen. Bevorzugt werden von vielen Menschen deshalb als Glühalternative Lampen, die auf LED-Technologie basieren. Diese bedeuten eine höhere Geldersparnis für den Verbraucher, aufgrund ihrer Langlebigkeit und weniger Stromverbrauch. Sie beinhalten auch keine schädliche Stoffe. Als Selbstverständlichkeit sieht die EU-Kommission die Verbreitung von LEDs an, denn sie hat das Potenzial dieser neuen und effizienten Technologie erkannt. Auf Basis der Digitalen Agenda für Europa führt sie deshalb eine Unterredung zum massiven Einsatz der LED-Beleuchtung am 29. Februar 2012 durch. Die größere Energieeinsparung mit LED-Beleuchtung ist unter anderem deren Ziel.

Für das Badezimmer optimale Lichtgestaltung mit effektvollem Licht

Das Thema Badbeleuchtung ist heutzutage sehr wichtig, denn mit tollen Effekten durch moderneste LED-Technik kann eine optimale Lichtgestaltung erzielt werden. Zum Beispiel kann ein Regenbogen ins Bad geholt werden durch LED-Beleuchtung mit einem beeindruckenden Farbwechsel-System. Relativ wenig kosten diese LED-Licht-Systeme, die außerdem extrem wenig Strom verbrauchen, aber über eine außerordentlich lange Lebensdauer verfügen. Optimal zur Geltung kommen die leuchtenden Farben vom LED-Farbwechsler, besonders wenn die Fließen in Farben wie weiß, cremeweiß oder lichtgrau gehalten sind. In warmen Orange-Tönen oder in zartem Violett kann das Badezimmer erstrahlen, wenn das LED-Licht in einzelnen Farben, im Wellness-Stil und passend zur individuellen Stimmung ausgewählt wird.

Ein stilvolles Ambiente wird unterstrichen durch edle Accessoires aus Chrom, Acryl oder Kristallglas. Den Einzug in das Bad findet heutzutage Kronleuchter, die es früher nur in großen Wohnräumen gab. Auch Decken-Einbaustrahler, die sich einzeln ausrichten lassen, sind ganz modern im Bad. Automatisch die Einstellungen des Lichtes optimieren können sogar intelligente Beleuchtungs-Systeme. Für qualitativ hochwertiges Tageslicht im fensterlosen Bad sorgen Biolight- Tageslichtröhren. Auf Halogen-Einbauleuchten umschaltet das System nach Sonnenuntergang. Solche Systeme können selbst installiert werden von Personen, die handwerklich geschickt sind.

Das Duschen kann sehr romantisch gestaltet werden mit einem LED-Sternenhimmel, der funkelnde weiße Wechsel-LEDs hat. Die Sinne werden angeregt durch einen LED-Brausekopf, der in Regenbogen-Farben das Wasser braust. Zu einem wahren Wellness-Tempel macht das Baden eine musikalische Untermalung mit sanften Klängen. Für gute Laune sorgen kleine LEDs, die als Bodeneinbau-Leuchten gestreut werden. Passend zum beleuchteten LED-Wandspiegel sind leuchtende Seifenschalen oder leuchtende Waschtische aus Frost-Glas. Aufregend gestaltet werden kann auch die Badewanne samt Inhalt mit einem LED-Farbwechsler. Bezüglich der Elektroinstallation an Dusche und Bad gelten aber erhöhte Schutzklassen, die beim Einbau auf jeden Fall beachtet werden müssen.

In Gersthofen und Oberottmarshausen wurden LEDs getestet

Den Einsatz von LED-Technik in der Straßenbeleuchtung ist im Rahmen eines von der TU Darmstadt begleiteten Pilotprojekts getestet worden, in einer Kooperation von der LEW Netzservice GmbH mit dem Lichtspezialist HELLA. Bei Augsburg standen der Ort Oberottmarshausen und Gersthofen als Versuchskaninchen zur Verfügung. Der Vergleich zwischen der neuen LED-Technik und der herkömmlichen Straßenleuchten standen im Vordergrund.

Viel gleichmäßiger als die vorher installierten NAV-Lampen (Natrium-Dampfhochdruck) leuchten die LED-Module die Straßen aus, trotz einer etwas geringeren Lichtstärke, so ein Ergebnis. Viel besser ist im Schein der LED-Leuchten die Umgebung zu sehen, für Autofahrer und Passanten. Etwa ein Drittel weniger Strom verbrauchen LED-Leuchten als die NAV-Lampen, die schon effizient im Verbrauch sind. Auf LED-Technik umgerüstet wurden für das Projekt 20 vorhandene Straßenlampen Ende 2010 in der Bürgermeister-Wendler-Straße und Ziehrer-Straße in Gersthofen. Das modulare „HELLA Eco Street Line“ LED-Leuchten-System ist zum Einsatz gekommen. Besonders gut für Sanierungen eignen sich diese LED-Leuchten, weil sie auf die bestehenden Masten aufgesteckt werden können. Gemessen hat ein Team der TU Darmstadt bei den bis dahin installierten konventionellen Leuchten, die Lichtverteilung, die Beleuchtungs-Stärke und den Stromverbrauch, an drei Messfeldern mittels einer speziellen Kamera, vor der Umrüstung. Durchgeführt wurde auch die gleiche Untersuchung nach der Umrüstung auf LED-Technik von dem Team.

Mit Erfolg setzen immer mehr Kommunen in der Straßenbeleuchtung LED-Technik ein. Wissenschaftlich begleitete Vergleichsteste zwischen der neuen LED-Technik und den herkömmlichen Lampen gibt es bis heute nur wenige. Dass die Technik noch weiter optimiert werden kann, dazu tragen Erkenntnis aus Projekten wie dem in Gersthofen bei. Getestet wurden auch LED-Leuchten im Rahmen des Projekts in Oberottmarshausen bei Augsburg. Um Seilleuchten, die quer über die Straße gespannt wurden, handelte es sich hierbei. Dass bei diesem Leuchtentyp die Lichtstärke noch etwas erhöht werden muss, zeigte sich zum Beispiel bei diesem Test. Berücksichtigt wurde dies bei der Entwicklung der neuen Modelle von HELLA.

Bis Ende April erhält Blankenheim 400 neue LED-Lampen

Quelle: flickr.com/dustpuppy

Um über die Vergabe der Umrüstung für die Straßenlaternen auf LED-Lampen abzustimmen, hat in Blankenheim eine kurzfristige nichtöffentliche Sitzung stattgefunden. Relativ kurzfristig soll diese Maßnahme vom billigsten Anbieter durchgeführt werden.

Installiert werden in Blankenheim 400 Leuchtkörper und die ältesten Lampen sollen als erste ausgetauscht werden, laut Erwin Nelles, dem Vertreter des Bürgermeisters. Es sind schon 200 neuere Quecksilberdampf-Hochdrucklampen montiert worden von den 1.500 Lampen, die sich insgesamt im Gemeindegebiet befinden. Einen Zuschuss vom Bundesumweltministerium in Höhe 40 Prozent aus dem LED-Straßenbeleuchtungsprogramm erhält die Gemeinde. Dies macht 132.873 Euro der Gesamtinvestition von 332.181 Euro aus. Bis Ende April muss die Umrüstung abgeschlossen sein nach der Vorgabe im Zuwendungsbescheid. Kein Problem wird dieses enge Zeitfenster für die Firma ene in Kall sein, die den Auftrag erhalten halt. Mit den Arbeiten wird sofort begonnen, sobald die bestellten LED-Lampen eintreffen. Damit der Termin zur Umrüstung eingehalten wird, wird das entsprechende Personal zur Verfügung gestellt.

Installiert werden je nach Ortslage zwei verschiedene Ausführungen. In die alten Masten werden 160 Lampen eingebaut, die eine Leistung von 22 Watt haben. Bisher 70 Watt verbrauchen die jetzigen Lampen. Eine Leistung von 56 Watt haben die Lampen, die in die restlichen 240 Lampen installiert werden. Bei 100 Watt lag dort bisher der Verbrauch.

In sehr großem Maße Energie sparen nun die neuen Lampen ein. Eine Lebensdauer von 50.000 Stunden haben die neuen LED-Lampen. Also erst nach 12,5 Jahren müssten die LEDs ausgetauscht werden, da im Jahr rund 4.000 Stunden die Lampen brennen. Schon nach etwa vier Jahren, was einer Betriebsdauer von 16.000 Stunden entspricht, müssen die bisher gebräuchlichen Lampen ausgetauscht werden. Schon nach sieben Jahren soll sich die Maßnahme amortisiert haben.

Unter LED-Licht soll Fleisch länger frisch bleiben

Quelle: flickr.com/ohallmann

Nicht nur die Energie sparen Supermärkte, die LED-Lampen in den Kühltruhen verwenden, denn auch die Haltbarkeit bestimmter Lebensmittel kann sich hinauszögern. Forscher der Kansas State University kommen zu diesem Schluss.

In Kühltruhen mit LED-Beleuchtung aber auch mit herkömmlichen Neonröhren haben diese fünf verschiedene Fleischprodukte von Pute, Rind und Schwein gesetzt. Gezielt nach Unterschiede suchten sie dann und wurden tatsächlich fündig. Für bessere Produkteigenschaften sorgte im Test das Licht aus den Dioden. Wenn sich Fleisch in der Kühlung befindet, verändert es sich. Durch natürliche chemische Prozesse wechselt die Farbe des Fleisches. Besonders der Kontakt mit Sauerstoff kann den Geschmack verändern, weil dieser das Fett ranzig werden lässt. Farbspezialisten zu Hilfe nahmen sich die Wissenschaftler um Kyle Steele, um diese Faktoren zu untersuchen. Überprüft wurde bei den Kühltruhen mit den zwei verschiedenen Lichtquellen die Wirtschaftlichkeit. Das heißt, wie lange die Dauer der Kühldurchlaufzeit war, und seine Kühltemperatur das Fleisch behalten hat.

Besser abgeschnitten als die Leuchtstoffröhren hat in fast allen Kategorien das LED-Licht. Bei den Betriebskosten zeigte sich dabei der größte Unterschied. Abgebremst wurde auch der Farbwechsel und es verlängerte sich die Haltbarkeit der meisten Fleischprodukte, sogar um 24 Stunden beim Rinder-Karree-Steak. Für die Supermarktketten bedeutet laut Steele LED-Licht eine interessante Option. Verbilligt abgegeben oder weggeworfen werden muss vielfach Fleisch, weil es sich oft vor dem Haltbarkeitsende verfärbt. Friedrich Bauer vom Institut für Fleischhygiene, Fleischtechnologie und Lebensmittelwissenschaften der Vetmed Uni Wien erklärt, dass es auch jenen Aspekt durch das Ranzige gibt, abgesehen vom Fleischverderb durch Bakterien. Etwa wenn bei Neonröhren der UV-Anteil zu hoch ist, kann durchaus dieses Lichtspektrum Einfluss auf das Ranzige haben. Der Experte meinte, dass vermutlich erst lange nach dem mikrobiellen Verderb die hier zu erwartenden Änderungen einsetzen, da sie so langsam sind.

Ein Thema für Gemüse ist der Einfluss von Licht im Supermarkt auch. Die Poren, über die CO2 und Sauerstoff ausgetauscht werden, lässt dieses bei Broccoli, Salat und Co öffnen. Wasser verliert dadurch die Pflanze, sie bekommt eine andere Farbe, Vitamine und Druckfestigkeit gehen verloren. Spanische Forscher haben 2008 auch wissenschaftlich bestätigt, dass die Alterung beschleunigt wird, durch die Lichteinstrahlung, die die Frischedauer verkürzt.

Auf LED-Beleuchtung setzt Bad Alexandersbad

Auf energiesparende LED-Leuchten ist die öffentliche Beleuchtung in Bad Alexandersbad umgestellt worden. Dies ist damit die erste und bisher einzige Kommune in Bayern, die nicht nur an die Umwelt, sondern an den eigenen Haushalt denkt.

Wieder einen Schritt weiter gekommen ist der kleine Badeort mit seinen Plänen zum Energie-Heilbad. Die komplette Straßen- und Wegbeleuchtung ist auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt seit Beginn des Jahres 2012. Eher kein Thema war zunächst die Beleuchtung, doch für mehrere Maßnahmen beworben hat sich trotzdem der Ort. Der Bürgermeister Peter Berek hat sich dann doch gefreut, als es zum Jahresbeginn 2011 geklappt hat. Unter dem Motto „Kommunen im neuen Licht“ wurde die Gemeinde aufgenommen in ein Klimaschutz- Projekt des Bayerischen Umweltministeriums. Eine Förderung von 100.000 Euro war das Ergebnis, das bares Geld bedeutet, denn bei rund 280.000 Euro liegen die Kosten für die Investition.

Die Arbeiten für die Umstellung begannen dann Mitte des Jahres 2011, als die Zusage erteilt wurde. Um Geld zu sparen wurden alte Strommasten und Leitungen teilweise verwendet. Die letzte von den 347 LED-Leuchten ist pünktlich zum Jahresende installiert worden. Nicht nur die Straßen, sondern auch der Kurpark wird beleuchtet und deshalb erstrahlt im neuen LED-Licht seither das Heilbad. Dass es noch einige Anlaufschwierigkeiten gibt, verschweigt der Bürgermeister nicht. Noch nicht jede Leuchte funktioniert, da eben die alten Masten und Kabel verwendet wurden. Doch wird daran gearbeitet, und automatisch einschalten soll sich in Kürze bei Dämmerlicht die gesamte Beleuchtung.

Da die LED-Leuchten im Jahr 106.700 Kilowatt einsparen, geht für die Kommune die Rechnung auf. Wenn der Strompreis auf diesem Niveau bleibt, so Berek, sollen an Energiekosten im Jahr rund 20.000 Euro eingespart werden. Sogar noch schneller geht es, wenn die Strompreise steigen. Amortisiert haben soll sich nach nur rund neun Jahren die Investition. Auf der sicheren Seite ist die Gemeinde, da eine Garantie von zwölf Jahren von der Kommune mit der Firma ausgehandelt worden ist. Doch auch der CO2-Ausstoß der neuen LED-Leuchten ist beachtlich, denn um 64 Tonnen verringert sich dieser.

Eine LED-Lampe mit Gestensteuerung entwickelt Federal Mogul

Quelle: flickr.com/thomaswanhoff

Eine LED-Beleuchtung für den Innenraum eines Fahrzeuges, die nur durch eine Handbewegung berührungslos bedient werden kann, hat das Unternehmen Federal Modul entwickelt. Wo sich sonst die Schalter für die Innenraumbeleuchtung befinden, ist die Lampe im Fahrzeug über dem Kopf angebracht.

Diese Technik hat zwei Vorteile. Die Zuverlässigkeit in der Praxis soll erhöht werden mit dem Aspekt, dass es keinen mechanischen Schalter mehr gibt, und Strom gespart wird durch die LED-Technik. Eine herkömmliche Innenbeleuchtung verbraucht rund 10 Watt – nur 0,5 Watt soll die neuartige Beleuchtung laut dem Zulieferer verbrauchen. Mit der Hilfe eines kapazitiven Sensors wird das Licht aktiviert. Bei Geräten aus dem Mobilfunkbereich erfolgt eine Art kapazitive Anwendung, an die sich die Bedienung der LED-Lampe orientiert. Die Aufmerksamkeit einer eher vagen Geste wird weniger beansprucht als das gezielte Tasten eines Knopfes, deshalb verspricht sich der Hersteller von der berührungslosen Bedienung mehr Sicherheit.

Wenn die Hand sich in einem Abstand von 0 bis 80 mm von dem kapazitiven Sensor befindet (dieser Wert kann genau eingestellt werden), reagiert dieser. Die elektrische Leitfähigkeit das vorhandenen Eisen im Blut ist für diese Technik die Grundlage. Eine Änderung des kapazitiven Feldes erfolgt dann bei der Annäherung mit der Hand. Wenn beispielsweise der Insasse des Fahrzeuges Handschuhe trägt, funktioniert das System auch. Infrarot-Näherungssensoren besitzen keine derartigen Eigenschaften. Dass die Lampe entweder auf das Tippen mit dem Finger oder nur auf ein Vorbeistreichen reagiert, kann zudem die Elektronik der LED-Beleuchtung programmiert werden. Auch auf eine Veränderung der Farbe oder Helligkeit könnten Zusatzfunktionen realisiert werden.

Für das Unternehmen ist die LED-Lampe von einigen geplanten Lichttechnik-Innovationen die erste. Auch an Lampen für die verschiedensten Ablagen im Fahrzeug denkt Federal Mogul. Wenn der Insasse mit der Hand auf der Suche nach einem Gegenstand ist, soll bei Bedarf das Licht aktiviert werden.

Kandern will Strom sparen mit neuer Lichttechnik

Quelle: flickr.com/Nuon Deutschland
Ein Licht ist der Stadtverwaltung Kandern im Landkreis Lörrach aufgegangen in Sachen Energiesparen, denn auf Leuchtdioden werden rund 950 Straßenlaternen umgerüstet. Durch das Einsetzen von modernster LED-Technik soll viel Strom gespart werden. In die Sanierung der Straßenbeleuchtung sollen dazu in diesem Jahr rund 807.000 Euro investiert werden.

Freigegeben hat der Gemeinderat diese Mittel mit der Verabschiedung des Haushaltplans. Die Stadt bekommt in einer Höhe von knapp 304.000 Euro für die Umstellung eine Förderung. Das restliche benötigte Geld erhält die Gemeinde vom Kreditmarkt. Die Verwaltung rechnet, dass sich die Investition in rund 14 Jahren amortisiert haben soll.

Ausgetauscht werden in den Straßenlaternen in der Stadt und in den Ortsteilen genau 947 Leuchten. Vergeben werden sollen im März 2012 die Arbeiten zur Umrüstung der Laternen. Die Ingenieurarbeiten, die erforderlich sind, sind schon vergeben worden, vom Gemeinderat in der letzten öffentlichen Sitzung. Die Firma IST Energieplan aus Mühlheim, die früher ansässig war in der Töpferstadt, hat den Auftrag erteilt bekommen. Das günstigste Angebot mit knapp 50.000 Euro ist für die vorbereitenden Planungen von der Firma eingereicht worden. Das neue LED-Programm soll vorgestellt werden bei der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates, die am 13. Februar 2012 stattfindet. Licht und nicht Wärme geben die Leuchtkörper der neuen LED-Technik ab, sie sind deshalb keine thermischen Strahler – dies ist ein Vorteil gegenüber den herkömmlichen Glühlampen. Viel Energie kann eingespart werden dadurch.

Im April sollen dann die eigentlichen Arbeiten zur Umrüstung vergeben werden, was dann der nächste Schritt sein wird. In dem Zeitraum von Mai bis August 2012 müssten dann die Erneuerungsarbeiten selbst ausgeführt werden. Umgerüstet werden in der Stadt Kandern alleine die 544 vorhandenen Straßenleuchten. Über 133 Leuchten hat der Stadtteil Wollbach, der damit über zweitmeisten Lampen der Gemeinde verfügt.

Statue „Der Wächter“ erhält neuartige Beleuchtung

Eine neue Beleuchtung erhält in Gundremmingen die Statue „Der Wächter“. Aufgestellt wurde diese Figur in dem Ort im September 2011. Auch in der Nacht soll nun die Statue ins rechte Licht gesetzt werden, mit einer neuartigen Beleuchtung. Die Bronzeskulptur des Künstlers Sandor Kecskemeti wird damit von dem Gemeinderat Gundremmingen ergänzt.

Die breite Mehrheit des Gemeinderates ist von der Vorführung der Augsburger Firma Korona Leuchten überzeugt worden. Für diese Art der Beleuchtung ist die Abstimmung mit zehn zu drei Stimmen ausgefallen. Die Anschaffung die inklusive Fahrt, Tests, Entwicklung auch Material und Montage an die Straßenbeleuchtung mit einschließt, liegt bei 6.635 Euro und ist damit nicht ganz billig. Einen Wirkungsgrad von 75 Prozent des Lichts der LED-Lampen erreichen die Spiegel, die wenige Zentimeter über dem Terrain aufgebaut sind.

Auch nur maximal 50 Prozent bringen nach Einschätzung der Planer sehr gute Straßenleuchten. Bei der Beleuchtung wird das Kunstwerk punktuell mit zwei LED-Leuchtengruppen angestrahlt, mit jeweils drei Spiegeln in den verschiedenen Weißtönen. Von einer Ausbeute des Lichts, das mit einer 60-Watt- Birne gleichzusetzen ist, wird bei dem Projekt generell ausgegangen. Für die Anstrahlung des Kirchturmes von St. Martin und für mehr Licht beim „Guten Hirten“ warben die Macher, denn sie zeigten auch die Ausleuchtung des benachbarten Torturms. In das richtige Licht gesetzt wird aber vorerst nur die Statue „Der Wächter“. Der Bürgermeister freut sich darüber von ganzem Herzen, er meinte, der zentrale Platz des Rathauses erhält damit eine Aufwertung. Die Gemeinde, die als der Kunst sehr aufgeschlossen gilt, punktet damit nur positiv. Ob es zu weiteren Anschlussaufträgen kommt, wird die ausführende Augsburger Firma in Gesprächen mit der Kirchenverwaltung entscheiden.

Brinkum-Nord erhält neue LED- Beleuchtung

In Brinkum-Nord, einem Ortsteil von Stuhr bei Bremen, soll in Zukunft für die richtige Straßenbeleuchtung LED-Technik eingesetzt werden. An der Bremer Straße (B6) bis hin zur Landesgrenze werden dazu 34 Leuchten an zwei Tagen ausgetauscht. Die Kosten für den Umbau fördert bis zu 40 Prozent das Bundesumweltministerium und rund 41.000 Euro investiert die Gemeinde selbst. Pro Jahr kann die Gemeinde etwa 3.000 Euro an Energie für die Straßenbeleuchtung einsparen.

Der Netzteamleiter von Eon-Avacon in Syke, Bernd Brinkmann, erklärte hierzu, dass nur noch LED-Lampen mittlerweile gefördert werden, und nun in Brinkum-Nord die ältesten Lampen ausgetaucht werden. Die Straße wird bisweilen mit Natrium-Hochdruck-Leuchtmitteln beleuchtet. Vorgenommen wird bei dieser Maßnahme gleich eine Prüfung der Masten. Damit die Lampen von einem größeren Fahrzeug aus problemlos gewechselt werden können, müssen Teile der Fahrspuren auf der B6 für den Umbau an den beiden Tagen gesperrt werden. Da es zu größeren Problemen durch die Arbeiten an einer Kreuzung kommen könnte, wird zur Unterstützung auch die Polizei vor Ort sein. Brinkmann meinte, dass zum Ende des letzten Jahres der Austausch hätte schon beginnen sollen, doch der Verkehr wäre zur Weihnachtszeit durch diese Umrüstung beträchtlich behindert worden.

Auch wenn eine Höhe von zehn Metern die alten Leuchten haben, wird das Umrüsten rein technisch keine Schwierigkeit sein. Anlagen in dieser Höhe können jetzt jederzeit montiert werden, durch die Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Getestet werden in einem Pilotprojekt seit 2008 LED-Lampen in Stuhr-Brinkum. Ausgetauscht wurden dazu an der ehemaligen Bundesstraße, an der Gemeindeverbindungsstraße und am Zentralen Omnibusbahnhof 15 Lampen. Beim Energiesparen sei die Kommune ganz vorne mit dabei laut Brinkmann, dadurch dass Stuhr jetzt auf LED umrüstet.