750 Lampenköpfe will die Stadt Neuwied austauschen

Foto: flickr.com/Dominic's pics
Noch in diesem Jahr sollen mit moderner LED-Technik in Neuwied 750 Lampenköpfe zur Modernisierung der Straßenbelausgetauscht werden. Die Kosten dafür liegen bei 450.000 Euro- ein Zuschuss ist beim Bundesumweltministerium beantragt und ein Viertel soll die Kommune für die Sanierung erhalten.

Der Bürgermeister Reiner Kilgen erklärte, dass die Stadt alleine 800.000 Euro für Strom im Jahr für die rund 10.000 Straßenlampen aufbringen muss. Da die neuen Lampen bis zu 80 Prozent mehr Effizienz bieten, könne durch den geplanten Austausch ein fünfstelliger Betrag eingespart werden. Die Kommune hofft, dass in weniger als zehn Jahren sich die Investition amortisiert habe, aufgrund der Förderung durch den Bund und weil sich zugleich die Reparatur- und Wartungskosten reduzieren. Kilgen meinte, dies wäre ein sehr kurzer Zeitraum und deshalb sehr attraktiv, denn oft erst nach 20 bis 30 Jahren rechnen sich im Vergleich andere energetische Maßnahmen.

Die Stadtwerke Neuwied haben für den Austausch die Projektleitung. Wo der Austausch am Dringendsten und vor allem am Sinnvollsten ist, wurde dort ermittelt. Der Geschäftsführer Stefan Herschbach von der SWN erklärte, dass für jede Straße individuell die Lichtstärke, Abstrahlwinkel, Mastabstände und Masthöhen zu bestimmen ist, weil die Lichtsituation maßgeblich ist. Wo überwiegend Rad- und Fußwege von der Beleuchtung erhellt wird, bieten Straßen die größten Einsparpotentiale. Besonders der Fall ist dies in Anliegerstraßen. Dass mindestens 60 Prozent Energie eingespart wird, setzt der Bund für die Förderung voraus, deshalb sollen diese Straßen als erste umgerüstet werden. Schwieriger zu bewerkstelligen ist das bei Straßen, wo intensiv die Fahrbahnen mit erhellt werden müssen.

Entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen in den Straßen werden die Aufträge bis zum Frühsommer ausgeschrieben, denn mit dem Bescheid des Bund rechnet die Stadt bis dahin. In der zweiten Jahreshälfte soll dann die Installation ausgeführt werden, rechnet Kilgen. Bereits im Haushalt veranschlagt ist der Anteil der Stadt in einer Höhe von 270.000 Euro. Wenn der Bürgermeister den Sinn für dieses Projekt darstellt, steht nicht nur das Geld für ihn an erster Stelle. Denn Jahr für Jahr wird der Klimaausstoß mit dieser Maßnahme um 5.000 Tonnen CO2 reduziert.

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