Auch in der Industrie ist die LED-Technologie im Kommen

In der alten Drehereihalle des Eisenwerks Sulzau Werfen (ESW) sind 58 Quecksilberdampflampen durch moderne LEDs ersetzt worden. Diese Investition von 60.000 Euro war ein Wunsch von der Belegschaft und der Werkleiter Frank Schröder strahlt nun über das ganze Gesicht. Er hat auch allen Grund dazu, denn in der Werkshalle sieht es nun viel freundlicher aus. Das Kleingedruckte in den Konstruktionszeichnungen war im Eisenwerk oft schwer zu erkennen, das zu unnötigen Fehler geführt hat und die Mitarbeiter mussten oft mit zusammengekniffenen Augen lesen. Aus der Belegschaft ist zu hören, dass es vorher dunkel wie in einer Höhle war. Ohne Probleme können nun die Konstruktionen abgelesen werden und durch die bessere Lichtausbeutung sind deutlich weniger Ermüdungserscheinungen zu erkennen.

Ein ungeheures Wachstum bescheinigen dem Geschäft mit LED-Leuchten verschiedene Umfragen. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan sagt sogar ein Wachstum mit Lichtgeschwindigkeit voraus. Auch die Analysten von A. T. Kearney sind davon überzeugt. Auf 36 Milliarden Dollar soll der Umsatz mit LED-Leuchttechnologien bis 2015 ansteigen, der noch bei fünf Milliarden Dollar im Jahre 2010 lag. Der A. T.-Kearney-Experte Arnold Rofner meinte auch, dass die Leuchttechnologie auch in der Industrie bis dahin voll angefahren wäre. Diese These ist sehr interessant. Mit LEDs statten Arbeitsräume von Maschinen beispielsweise Maschinenbauer wie der Biegemaschinenhersteller Trumpf Maschinen Austria schon aus. Doch ist eine Minderheit Fertigungsbetriebe, die auf eine LED-Deckenbeleuchtung setzen in ihren Montagelinien oder in der Standplatzbearbeitung. Noch ein Standard sind Lichtbalken mit Leuchtstoffröhren auch in der Produktion beim Gunskirchener Autozulieferer BRP-Powertrain.

In die Aufwärmrunde ging ESW schon 2010 mit zwölf installierten LED-Leuchten in der Formerei. Der Werkleiter Schröder erinnert sich, dass am Anfang die Skepsis groß war und ob nicht maßlos sie Hersteller übertreiben würden. Doch konnten alle feststellen, dass das Wort vom Lieferant gehalten wurde. Eine Einsparung von insgesamt 120.000 Kilowattstunden im Jahr bringen nun die 58 LED-Lampen (pro Lampe 137 Watt) gegenüber den alten 500-Watt-Quecksilberdampflampen. Schröder sagt dazu, dass dies Mut macht und schon die nächsten neuen Abschnitte stehen auf dem Plan.

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