Bei LED-Lampen prophezeit Toshiba einen Preissturz

In die oberste Welt der Leuchtdioden aufsteigen, wie die Marktführer Philips und Osram, möchte Toshiba, der japanische Hersteller von LED-Lampen. Bei dem Glühbirnenersatz rechnet das Unternehmen mit einem Preissturz bis zum Jahresende. Viele Kunden schreckt im Moment noch immer der Preis für eine LED-Birne ab, denn sie kostet im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Euro. Der Euro-Chef von Toshibas Beleuchtungsgeschäft, François Séguineau, erklärte hierzu, akzeptabel für den Verbraucher wäre ein Preis zwischen 10 und 15 Euro. Im kommenden Winter könnte diese Grenze erreicht werden. Dann würden die Verkaufszahlen enorm klettern.

Ein großer Marktführer im Beleuchtungsgeschäft in Japan ist der Hersteller Toshiba. Überwiegend mit LEDs vertreten ist der Elektrokonzern aber erst seit 2009 auf dem europäischen Markt. Um eine Konkurrenz für die bisherigen Marktführer Philips und Osram zu sein, haben den Start der neuen Technologie andere asiatische Konzerne, wie Sharp, LG oder Panasonic genutzt.

Immer noch eine Nebenrolle ist grundsätzlich das Geschäft mit Leuchtdioden. In einer aktuellen Studie hat die Beratungsfirma Frost & Sullivan errechnet, dass LEDs nur 13 Prozent des Umsatzes von den Energiesparlampen im Jahre 2011 ausmachten. Aber immer weiter ansteigen werde dieser Markt. Um 37 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro erhöht haben sich im vergangenen Jahr die LED-Verkäufe allein schon beim Philips-Konzern. Gerade zu Gunsten der neuen Technologie umgebaut hat die Siemens-Tochter Osram, die an die Börse gehen wird im laufenden Jahr. Mit der auf LED-basierende Beleuchtung erwirtschaftete das Unternehmen rund ein Viertel des Umsatzes.

In dieser Branche möchte nun Toshiba den dritten Platz einnehmen, das ist das Ziel des Unternehmens. Séguineau meinte, dass sie einer der wichtigsten Anbieter auf dem Markt bis spätestens 2015 sein wollen und um sich diesen Platz zu sichern, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. In dem neuen Geschäftsbereich befinden sich nach Schätzungen von Frost & Sullivan bereits zwischen 50 und 100 Anbieter. Vom asiatischen Festland sind auch Billiganbieter dabei, die den Preisverfall antreiben. Nicht nur um ihre Preisspanne fürchten deshalb die großen Hersteller von LEDs, sondern könnte auch der Ruf der Technologie auch unter minderwertigen Lampen leiden. Dass es auf dem Markt Regeln gibt, ist deshalb sehr wichtig. Billigimporte oder Qualitäts-LED sollte der Endkunde unterscheiden können, zum Beispiel mit Hilfe von Zertifizierungen.

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