Gemeinde Hinterzarten möchte auf LED-Technik umstellen

Quelle: flickr.com/Nuon Deutschland

Auf energiesparende LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung umsteigen möchte der Kurort Hinterzarten im Schwarzwald. Dem Gemeinderat wurde dazu eine erste Konzeption vorgelegt. Doch dürfte noch einige Zeit vergehen, bis im neuen Licht der Kurort leuchtet. Einen Förderantrag zu stellen, ist der erste Schritt für die Verwaltung. Einen höheren Zuschuss erhofft sich dabei der Wintersportort als finanzschwache Kommune.

Da sich die Strompreise in den nächsten Jahren erhöhen könnten, verwies der Bürgermeister Klaus-Michael Tatsch auf die permanent steigenden Energieausgaben. Mit den teuren Quecksilberdampf-Lampen (HQL) wird zudem noch ein Teil der Gemeinde beleuchtet, die ab 2015 EU-weit nicht mehr benutzt werden dürfen. Auf Natriumdampflampen umgestellt wurde schon bei neueren Lampen. Gegenüber den HQL-Lampen bringen diese bereits eine gewisse Einsparung. Schon komplett auf LED-Technik umgestellt ist die Gemeinde Höchenschwand, verwies der Bürgermeister. Mit Hinterzarten ist der Ort zu vergleichen, was die Zahl der Beleuchtungskörper und die damit verbundenen Stromkosten betrifft. Die Firma Südwest-Leuchten ist der Partner von Höchenschwand. Eine Berechnung erstellen lassen hat sich nun auch Hinterzarten von dem Unternehmen.

Von insgesamt 339 Lampen werden die Straßen von dem Wintersportort erhellt. Davon sind 120 Natriumdampf-Leuchtmittel im Einsatz und 211 HQL-Lampen. Zwischen 20.300 und 25.137 Euro schwankten dafür die Stromkosten von 2006 bis 2010. Weitere 5.000 bis 6.000 Euro sind für den Unterhalt dieser Leuchtmittel jährlich notwendig. Knapp 200.000 Euro würde die Umrüstung laut Tatsch kosten. Auf 15.000 Euro schätzt der Gemeindevorsteher die jährliche Einsparung. Rasch amortisieren würde sich damit die Umrüstung. Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ist bei den Kosten noch nicht einbezogen. Mit einer Förderung von bis zu 40 Prozent können die Gemeinden nach den zum 1. Januar 2011 novellierten Richtlinien rechnen. Die Förderquote für finanzschwache Gemeinden aufzustocken, ist sogar nach den Richtlinien möglich. Mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt solche Investitionen außerdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Nachdem die Gemeinderatsmitglieder ihre verschiedenen Meinungen zu dem Thema kundtaten, meinte dann der Ortsvorsteher, es wäre doch sinnvoll, zunächst ausfindig zu machen, was die finanzschwache Gemeinde als Zuschuss erhalten würde. Eine bessere Grundlage für die Entscheidung hätte die Gemeinde, wenn diese Modalitäten abgeklärt sind. Eine Ausschreibung sollte deshalb auch noch nicht stattfinden.

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