Nextec Premium LED Spot

Kunstlicht mit LED und Kunst passen zusammen

Ausstellungsräume und Museen stellen an Licht ganz besondere Anforderungen. Es muss der Spagat zwischen bestmöglicher Beleuchtung aus dem Blickwinkel des Besuchers und so wenig Licht wie möglich aus Sicht der Objektbewahrer bewerkstelligt werden.

Nextec Premium LED Spot
Nextec Premium LED Spot
Licht sorgt für angenehme Betrachtungsverhältnisse. Allerdings sind es gerade die „kalten“, unsichtbaren UV-Strahlen, die den Objekten langfristig Schaden zufügen und deren Alterungsprozess fördern. Bei der 2013 abgeschlossenen Renovierung der Städtischen Galerie im Münchner Lenbachhaus wurde eine LED-Lichtlösung durch Ingenieure und Wissenschaftler der Firma OSRAM installiert, die für die Erfordernisse im Ausstellungs- und Galeriebereich beispielhaft ist.

Neues Licht für alte Bilder
Das Lenbachhaus in München ist die Heimat des weltberühmten „Blauen Reiters“. Die Kunstwerke hängen auf farbigen bis schwarzen Untergründen. Allein das ist eine Herausforderung für die optimale Ausleuchtung der Bilder im Sinne des Betrachters. Die OSRAM-Techniker stellten sich dieser Aufgabe und erfanden das LED-Licht für die Objekte neu. Dafür wurde das Licht von fünf verschiedenen LED „vermengt“. Das neue Licht im Lenbachhaus bleibt dabei nicht auf der statischen Mischung konstanter Lichtfarben stehen. Es kann flexibel vom Bereich des Morgenrot-nahen Warmweiß, 3.000 Kelvin, bis hin zum Tageslicht-nahen Kaltweiß, 6.000 Kelvin, bei voller Dimmbarkeit eingestellt werden. Der Farbwiedergabeindex (CRI) für diese Lichtmischung liegt bei mehr als 95. Dieser Wert ist beachtlich, wenn man Büro-Leuchtstofflampen mit 80 einstuft und Halogenlampen 100 zuordnet. Diese Lichtvarianten sind beide nicht in der Farbtemperatur frei einstellbar. In München wurde die Technologie mit drei unterschiedlichen Leuchtentypen (Voutenleuchte, Spotlight, Shed-Leuchte) unter teilweiser Einbeziehung von Tageslicht aus Oberlichtern realisiert. Die Steuerung erfolgt über Tablet-PC.

Ideales Licht ohne UV-Strahlen mittels Mischung erzeugen
Besonders schwierig war die Lichtmischung bei den Spotlights ohne großes optisches System. Gefragt waren filigrane Ausführungen. Die OSRAM-Entwickler aus Augsburg platzierten dazu etwa 60.000 Linsen auf einer Streuscheibe mit 14 Zentimeter Durchmesser. Dadurch wird das Licht in ganz kleine Stücke zerteilt und kann ideal auf das Kunstwerk strahlen. Gleichzeitig galt es für OSRAM, das konservatorische Problem für die Ausstellungsstücke „Altern durch Lichteinfluss“ zu lösen. Die Parameter Farbspektrum, Stärke der Beleuchtung und Belichtungszeit sind wesentlich für die Schädigung durch Licht, nicht die Art der Lichterzeugung. Kalte Farbtemperaturen, somit vor allem ungefiltertes Tageslicht, schaden mehr als die warmen Temperaturen. Die Lichtinstallation von OSRAM im Lenbachhaus verursacht keine UV-Strahlung. Durch die Regulierbarkeit ist man in der Lage, bei Bedarf das Licht auf warmweiß zu stellen.

LED Licht und Kunst
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab Fördergelder an das Projekt mit Beispielcharakter in der Kultur- und Museumslandschaft. Die OSRAM LED-Entwickler aus Regensburg setzten eine spezielle LED ein, die Material von Kunstobjekten und Ausstellungsstücken möglichst wenig schädigt. Die LED liegt bei niedriger Farbtemperatur unterhalb der Glühlampe, bei höherer Farbtemperatur unterhalb der Leuchtstofflampe und insgesamt markant unterhalb dem Tageslicht.

Ein Gedanke zu „Kunstlicht mit LED und Kunst passen zusammen“

  1. Hallo,
    „Die OSRAM-Entwickler aus Augsburg platzierten dazu etwa 60.000 Linsen auf einer Streuscheibe mit 14 Zentimeter Durchmesser“
    Das finde ich echt unfassbar ich dachte das etwa 20.000 Linsen auf einer Streuscheibe mit 14 Zetntimeter durchmesser platziert werden.

    MfG
    Steckdosen

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