LED: Genügsam hell und klein

Viel Licht mit wenig Energie machen die LEDs. Kurz vor dem Durchbruch auf dem Massenmarkt stehen sie mittlerweile. Die LED ist hell, genügsam und klein. Bei Autos, Fernseher und Handydisplays sind sie schon längst integriert. Doch in der Allgemeinbeleuchtung wie etwa bei Lampen in Gebäuden und Innenräumen, die auf dem Lichtmarkt rund drei Viertel ausmachen, wartet die Lichtindustrie noch auf den großen Durchbruch.

In den Bereich LED-Lampen, die weniger Strom benötigen wie die Energielampen und vor allem die alten Glühbirnen und dazu noch länger leuchten, investieren Millionensummen verschiedene Branchengrößen wie Philips oder die Siemens-Tochter Osram. Die Stromersparnis im Vergleich zur alten Glühbirne liegt bei 80 Prozent und mit mindestens 30 Jahren wird von der Industrie die Lebensdauer angegeben. Um von steigenden Strompreisen zu profitieren und vom Trend der Energieeffizienz, sind das eigentlich die idealen Voraussetzungen. Obwohl die LED-Lampen in die herkömmlichen Fassungen passen, ist der große Durchbruch bislang ausgeblieben. Da eine LED noch immer das Zwanzigfache einer herkömmlichen Glühbirne kostet, die so hell ist, wird dies der Hauptgrund sein. In den reinen Anschaffungskosten ziehen sie auch den Kürzeren im Vergleich gegenüber einer bereits teureren Energiesparlampe.

Jedoch wird in absehbarer Zeit der Durchbruch erwartet, erklärte nun Paul Hyland, Vorstandschef des weltweit marktführenden Leuchtdioden-Anlagenbauers Aixtron aus Aachen. Dies soll in der LED-Allgemeinbeleuchtung bis spätestens 2013 der Fall sein. Grund dafür soll der Preisverfall sein, denn rasant eingesetzt hat dieser schon. In diesem Jahr wird geschätzt, dass um 30 Prozent die Preise für die LED-Lampen sinken werde. Für den Verbraucher würden sie damit endlich attraktiv genug. Mitten im Übergang zwischen Alt und Neu steckt die Branche. Geld kosten die Investitionen in die neue Technik. Osram soll auch an die Börse gehen, um nicht zuletzt diese Investitionen leichter stemmen zu können.

In China gibt es die stärkste Dynamik im LED-Markt. Regelrecht aus dem Boden geschossen sind dort die LED-Fabriken durch die staatlich gelenkte Wirtschaft und die Subventionen im Jahre 2010. Mit dem Geld vom Staat unterstützt wird jetzt der Verkauf der Lampen. Den wachsenden Energiehunger der aufstrebenden Volkswirtschaft zügeln will damit das Land. Mit einem schrittweisen Verbot von herkömmlichen Glühlampen, der gelten soll vom Herbst dieses Jahres, zeigt China, dass es mit dem Energiesparen und dem Wechsel zu den LED-Beleuchtungen ernst meint. Bereits den Abschied von der Glühlampe beschlossen haben auch andere Länder, sowie auch die Europäische Union.

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