LED-Lampen: Unverständnis in Kleines Wiesental und Willich

Mit Unverständnis haben manche Branchenexperten über zwei Entscheidungen reagiert, Straßenlaternen nicht auf LED-Beleuchtung umzurüsten. In Baden-Württembergischen Gemeinde Kleines Wiesental herrschte dabei besondere Enttäuschung. Denn hier machte das zuständige Regierungspräsidium in Freiburg den Plänen der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung. Denn die Gemeinde wollte die Erlöse aus dem Verkauf von öffentlichen Gebäuden in die Modernisierung der Straßenlampen durch LED-Beleuchtung stecken. Dies wurde aber nun von dem Regierungspräsidium in dem Bundesland mit dem ersten grünen Ministerpräsidenten untersagt.

Dabei war die Idee der Gemeinde recht einfach. Sämtliche Straßenlaternen sollten energiesparende LED-Leuchten erhalten. Dadurch wäre die Stromrechnung künftig natürlich deutlich niedriger ausgefallen. Ebenso hätten sich bekanntermaßen die Wartungskosten in der Zukunft für Kleines Wiesental deutlich verringert. Die Gemeinde hätte also durch die LED-Leuchten eine Menge Geld gespart. Dies hätte den Haushalt der verschuldeten Gemeinde deutlich entlastet.

So hat Kleines Wiesental beispielsweise im Gemeindeteil Bürchau das einstige Rathaus für 300.000 Euro an private Käufer veräußern. Dieses Geld sowie weitere Einnahmen aus Immobilienverkäufen dürfen aber laut der Entscheidung des Regierungspräsidiums nicht dafür verwendet werden, um die LED-Beleuchtung anzuschaffen. Vielmehr müssen die Einkünfte direkt in den Haushalt fließen. Dies stieß natürlich bei mehreren Mitgliedern des Gemeinderates auf Unverständnis. Immerhin wäre die Investition in die LED-Beleuchtung ein Schritt dazu gewesen, den Haushalt dauerhaft zu entlasten. Allerdings darf Kleines Wiesental Geld aus Immobilienverkäufen erst dann in den Kauf von LED-Lampen stecken, wenn der Haushalt der Gemeinde ausgeglichen ist.

Unverständnis äußerten hingegen manche Bürger im nordrhein-westfälischen Willich. Denn dort haben nun Experten der Stadt geraten, auf die LED-Lampen in den Straßenlaternen zu verzichten. Dieser recht ungewöhnlichen Entscheidung schlossen sich auch die Mitglieder des Planungsausschusses an. Zur Begründung dieser überraschenden Entscheidung hieß es hier: es gebe noch zu viele Unsicherheiten und Nachteile in der Technologie und zudem ließen sich die LED-Produkte mit ihren jeweiligen technischen Informationen nur schwierig vergleichen, da es keine Normen gebe.

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