Mainzer Oberstadt wird zur Teststrecke für LED-Leuchten

In der Oberstadt von Mainz ist die LED-Teststrecke gestartet. In der Stadt sollen alle Leuchten, die mit Quecksilberdampflampen (HQL) betrieben sind, bis zum Jahre 2015 erneuert werden. Durchgeführt wird diese Teststrecke von der Stadt Mainz gemeinsam mit den Stadtwerken Netze GmbH. Die Baudezernentin Marianne Grosse sagte zum Start dieser Testphase, dass die Stadt mit den LED-Leuchten selbst die Erfahrungen sammeln und ermitteln möchte, die dann bei einem positiven Ergebnis im gesamten Mainzer Stadtgebiet eingesetzt werden könnten.

Um die Kosten für die öffentliche Beleuchtung zu senken, hat die Stadt Mainz im Jahre 2005 ein Beleuchtungskonzept für die Innenstadt beschlossen. Den Energieverbrauch mit dem Einsatz neuester Technik zu senken, sowie ein ökonomischer Umgang mit Licht sind dabei die Ziele. Der bundesweite Austausch mit Quecksilberdampflampen betriebenen Leuchten bis zum Jahre 2015 steht parallel dazu an. Die veraltete Lichttechnik wird zugunsten moderner LED-Lichttechnik ausgetauscht, um in erster Linie die Kosten zu senken, aber auch um die Reduzierung des Lichtsmogs, Energieeinsparung und CO2 Reduzierung zu erreichen. In einer Erklärung der Stadt wird erläutert, dass ein erheblicher Beitrag zum weltweiten Klimaschutz geleistet wird mit den LEDs, denn diese hocheffektiven Leuchtmittel besitzen eine hohe Langlebigkeit und tragen durch ihren vergleichsweise geringen Energiebedarf zu einer Reduzierung des CO2-Bedarfs bei.

Um festzustellen, welche LED-Leuchten für den Einsatz im Mainzer Stadtgebiet zum Einsatz kommen sollen, soll die Teststrecke genutzt und Erfahrungen gesammelt werden. Zum Einsatz kommen möglichst viele verschiedene Leuchtenmodelle in dem Test-Gebiet. Aus gestalterischen, technischen und finanziellen Gesichtspunkten wird die Auswahl der LED-Leuchten, die getestet werden, gemeinsam von den Stadtwerken Mainz Netze GmbH und dem Stadtplanungsamt ausgewählt. Die alten HQL, die sich in diesem Gebiet noch befinden, müssen ohnehin erneuert werden.

Mit einbezogen werden auch die Bürger in das Projekt. Die Anwohner der Teststrecke werden von dem Stadtplanungsamt befragt. Um die Situation der vorhandenen Beleuchtung zu bewerten, erhalten die Haushalte im Testgebiet dazu einen Fragebogen. Ein zweiter Fragebogen folgt dann, wenn die LED-Leuchten installiert sind. Der Kauf und die Installation der Testleuchten sowie die Kosten der Umsetzung liegen bei rund 120.785 Euro. Mit 100.000 Euro wird das Projekt von der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz gefördert. Darüber ist Stadt recht froh, denn nun muss nur noch der Restbetrag aufgebracht werden. Grosse erklärt, dass diese sich je mit 50 Prozent die Stadtwerke Mainz Netze GmbH und die Stadt Mainz selbst aufteilen.

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