Mit Licht und ruhigen Klängen gedeiht guter Wein

Durch die kühlen Hallen des Weinkellers strahlen rote Leuchtdioden und es schallt klassische Musik. Ruhige Musik klingt rund um die Uhr, das auch einmal Vogelgezwitscher ist, oder gregorianische Gesänge, aber auch Wasserplätschern und sogar ein Stück von Mozart sein kann. Der Traubensaft wird in den großen Stahltanks zudem mit einem satten roten Licht durch Leuchtdioden angeleuchtet. Entspannung sollen das Licht und die Musik bringen, für die Traubenernte, die dieses Jahr die Hefen zu Wein in den großen Tanks vergären. Angenehmer Wein soll damit produziert werden, davon ist Manfred Schmitt fränkischer Winzer aus Bergtheim überzeugt. Belächelt wird er wegen dieses Ansatzes von einigen Kollegen. Das Licht und Musik den Wein positiv beeinflussen, dafür sind keine Studien der bayrischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau (LWG) bekannt, aber auch keine negativen. Es lässt sich auch nicht beweisen, dass durch Licht und Musik tatsächlich die Hefen mehr leisten.

Dass aber die Idee für seine Hefen nur Gutes bringt, davon ist Schmitt überzeugt. Er sagt: Jedes Lebewesen auf unserem Planeten soll durch Wellen von Licht und Schall positiv beeinflusst werden, dafür gebe es wissenschaftliche Studien. Und eine Zelle sei schließlich auch die Hefe. Umgestiegen um dies auszuprobieren, ist er vor vier Jahren. Auch das rote Licht hat der Winzer installiert in den Stahltanks, neben der angenehmen Musik. Mit dem Licht bringt er in die Behälter das natürliche Urlicht der Sonne. Die entspannte Musik ließ er eine Saison lang laufen, in einem seiner beiden Weinkeller. Der 64-jährige Winzer war selbst überrascht von dem Ergebnis. Herausgekommen ist dabei in der Würze ein ganz anderer Wein. Auch seine Kunden hätten festgestellt, dass dieser Wein einen viel feineren Geschmack habe. Außerdem meinte Schmitt, dass er zwischen 30 und 50 Prozent eingespart hätte und es zudem keine Gärunterbrechung gab. Nicht so intensiv heruntergekühlt werden wie die anderen Behälter mussten während des Gärens die mit Licht und Musik beschallten Tanks.

Der ganze Betrieb, der in Franken einer der größten privaten Weingüter ist, wurde nun auf dauerhafte Licht- und Klangtherapie umgestellt, weil für ihn und seine Familie alle Gründe dafür sprachen. Dass zum normalen Geschäft Licht und Musik bis in zehn Jahren gehören, davon ist Schmitt überzeugt. Sehr positiv sind auch die Nebenwirkungen, denn das Betriebsklima hat sich verbessert, durch die ruhige Musik und das Licht. Den hohen Druck in der Erntezeit haben die Azubis besser ausgehalten, weil sie weniger gestresst sind.

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