Neudenau setzt auf LED-Straßenbeleuchtung

Bekanntlich müssen spätestens im Jahr 2015 laut EU-Verordnung die alten Quecksilberdampflampen in den Straßenlaternen verschwunden sein. Dann müssen mindestens Natriumdampfleuchten laut Anweisung aus Brüssel eingesetzt werden. In Neudenau bei Heilbronn hingegen setzt man bereits heute auf die LED-Straßenlampen. Dies hat nun der Gemeinderat der baden-württembergischen Gemeinde beschlossen. Demnach sollen zunächst 348 der insgesamt 950 Laternen an den Straßen Neudenaus umgerüstet werden.

Im Jahr 2009 stellte die Stadt beim Bundesumweltministerium einen Förderantrag. Damals wurden die 40 Prozent der Kosten nicht bewilligt. Nun aber wurden immerhin 25 Prozent der Kosten als Förderung zugesagt. Für die 348 Lampen sind Gesamtkosten von 40.180 Euro kalkuliert worden. Pro Lampe werden somit 107 Euro fällig. Zum Einsatz kommen dabei 30 Watt starke LED-Leuchtmittel. Die Förderkosten betragen genau 10.000 Euro, so dass Neudenau selbst 30.180 Euro tragen muss. Zuvor hatte die Gemeinde bereits entsprechende Tests mit den LED-Straßenleuchtmittel ausgeführt. Mit der Umrüstung können den Informationen aus Neudenau zufolge 733 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die bisherigen Stromkosten von 13.900 Euro im Jahr können mit der LED-Straßenbeleuchtung zugleich auf 4.530 Euro gesenkt werden – somit ergibt sich eine jährliche Einsparung von 9.400 Euro. Umgerüstet wird demnächst an zahlreichen Teilen der Stadt, so dass bald ein gutes Drittel von Neudenau bereits mit LED-Straßenlaternen ausgerüstet ist.