Neue Generation: Philips entwickelt organische Leuchtdioden

Foto: Philips

Von organischen Leuchtdioden (OLED) sollen die bisherigen LED-Leuchtmittel abgelöst werden. Das kann die nächste Generation Licht werden – dazu laufen Forschungen in den Laboren bei Philips.

Folgendermaßen sieht das Licht in Zukunft aus: Weiß und schnörkellos mit hauchdünnen Blättchen. Eine zarte Pflanze mit leuchtenden Blättern, so wird die Form der neuen Lampen. Die organischen Leuchtdioden, OLEDs genannt, können auch gut in Wände und Möbel integriert werden, mittels transparenten Leuchtfolien wird das möglich. Im Lichtlabor des niederländischen Philips-Konzerns haben Designer und innovative Leuchten-Hersteller diese Lichtpflanze entwickelt. Zur neuesten Generation der Lichtlösungen zählt ihre Schöpfung. Bald in Serienproduktion hergestellt werden dort bald organische Leuchtdioden als Pilotprojekt. Investiert hat der Konzern in die erste Massenanfertigung bereits 40 Millionen Euro.

Der Bereich „Lighting“ ist ein Schwerpunkt des Konzerns. Dieser Bereich ist ein Steckenpferd von Andreas Wente, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung in der deutschen Konzernzentrale in Hamburg. Einen „Paradigmenwechsel“ nennt das Wente, wenn er in der Lichtbranche über die neuesten Entwicklungen spricht. Leuchtstoffröhren, Glühbirnen oder eben mal eine Energiesparlampe, allzu groß war die Auswahl an Lampen vor geraumer Zeit nicht. Wenn zwischen Hell oder Dunkel gewählt werden konnte, war der Verbraucher schon froh, laut Wente. Geändert hat sich das mit den LEDs (lichtemittierenden Dioden), die einen Boom derzeit erfahren. Die Tage der herkömmlichen Glühbirnen sind längst gezählt, mit der Vorbereitung der nächsten Generation der OLEDs.

Eher ein emotionales Thema ist die Abschaffung der Glühbirne für Wente. Vorangegangen ist schließlich eine sehr große Diskussion für diesen Schritt. Dass auf den Markt nachhaltige Lösungen in dieser Branche kommen müssen, ist schon lange klar gewesen. Die LED hat viele Vorteile, die für sich sprechen: Die Energie-Ersparnissen gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne liegen bei bis zu 80 Prozent. Deutlicher länger bis zu 20 Jahre hält sie und das giftige Quecksilber braucht sie auch nicht. Aus Halbleiterverbindungen wird die Energie geschöpft und direkt in Licht wird umgewandelt wird der Strom bei der LED. Benötigt wird dazu nur eine geringe elektrische Spannung. Leider hat die LED noch einen Nachteil, denn sie ist in der Anschaffung relativ teuer. Bis zu 50 Euro kosten kann ein 1:1 Ersatz gegenüber einer Glühbirne. Beim Kauf zögern deshalb oft noch die privaten Verbraucher.

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