Höchenschwand will auf LED Beleuchtung umrüsten

Die Gemeinde Höchenschwand liegt im südlichen Schwarzwald. Damit die knapp 2.600 Einwohner der kleinen Gemeinde in Zukunft nicht Schwarz sehen, wenn sie in der Nacht durch den Ort spazieren, plant die Gemeinde jetzt, die Straßenbeleuchtung auf eine sparsamere LED Beleuchtung umstellen. Da das Budget nicht allzu sehr belastet wird, wollen die Gemeindevertreter Fördermittel beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beantragen. Die Zeit drängt. Der benötigte Antrag muss noch in dieser Woche beim Ministerium eingehen. Am 31. März ist Deadline dafür. Am 1. Januar dieses Jahres wurde eine diesbezügliche Gesetzesnovelle veröffentlicht, in der die Richtlinien für die Förderung von Beleuchtungssystemen in den Kommunen geregelt sind.

Gefördert werden Investitionen der Gemeinden, wenn sie die Beleuchtungen in den Straßen umrüsten. Als Förderung können 40 Prozent der Investitionskosten beantragt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass die Emissionen von Kohlendioxid um zumindest 60 Prozent zurückgehen. Ein Prozentsatz, der in Höchenschwand erreicht wird, wie die Vertreter der Gemeinde bekannt gegeben haben. Dafür wurde ein eigener Gutachter beauftragt. Dieser hat im Rahmen einer Studie errechnet, dass der Stromverbrauch in Höchenschwand bei der Beleuchtung der Straßen auf etwa 15.000 Kilowattstunden  pro Jahr gesenkt werden kann.

Bei der alten Straßenbeleuchtung, die derzeit noch zum Einsatz kommt, liegt der Wert bei 84.000 Kilowattstunden. Das Einsparungspotential ist demnach also enorm – es liegt bei gigantischen 82 Prozent! Da ist es nicht verwunderlich, dass sich der Bürgermeister der Gemeinde für eine Umrüstung der Beleuchtung auf den Straßen stark macht. Dazu kommt, dass ohnehin Handlungsbedarf bei der Beleuchtung gegeben sei. Die aktuellen Straßenlampen wurden im Jahr 1985 in Betrieb genommen. Als Lebensdauer wird ein Zeitraum von etwa 30 Jahren angegeben. Das heißt, spätestens in vier Jahren müsste sowieso eine neue Beleuchtung angeschafft werden.

Es gibt also keinen Grund für das Gemeinde-Oberhaupt, noch länger mit der Umrüstung zuzuwarten. Noch dazu, wo sich die Investitionskosten innerhalb von zehn Jahren amortisieren würden. Derzeit betragen die jährlichen Stromkosten 25.000 Euro, nach der Umrüstung auf LED Lampen müssten nur mehr etwa 10.000 Euro per anno veranschlagt werden.

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