Schneller einkaufen mit LEDs und Smartphone

Quelle: flickr.com/yumtan

Damit sich Kunden in Museen oder in Supermärkten schnell zurechtfinden können, soll ein Smartphone zu einem Navigationsgerät mit Hilfe von LEDs umfunktioniert werden.

Um das Kaufen der Waren zu optimieren, sind in Supermärkten die Waren oft durch ein System angeordnet. Wenn der Kunde aber ein bestimmtes Produkt sucht, irrt er oft mehrmals durch verschiedene Regalreihen, bis er das Gewünschte gefunden hat. Mithilfe von LED-Signalgebern könnte diese Sucherei ein Ende haben. Auch in Krankenhäuser, Museen oder anderen labyrinthischen Räumen könnte diese nun in den USA entwickelte Technologie geeignet sein. In Gebäuden dringen bisher keine GPS-Signale durch und diese Satelliten-Navigationslücke wollen zwei Wissenschaftler aus den USA schließen. Der Zeitpunkt scheint gut gewählt, da LEDs immer populärer als energieeffiziente Leuchte werden, und auch der Boom bei ortsbezogenen Diensten und dazu passende Apps fürs Smartphone stark ansteigt.

Mit LEDs für eine superschnelle und drahtlose Übertragung von Daten die „Li-Fi“ genannt wird, experimentierten ursprünglich die zwei Ingenieure, die das System testen. Die Navigationslösung ist ihnen dabei aber sehr schnell ins Auge gestochen, die folgendermaßen funktioniert. Durch LED-Lampen „ByteLights“ (in die üblichen Sockel passen diese Schraubgewinde), werden einige herkömmliche Glühbirnen in einem Geschäft ersetzt. Ein flackerndes Licht aussenden werden die ByteLights. Die Kamera eines Smartphones erfasst das sehr schnelle Licht, dass das menschliche Auge nicht sehen kann. Den Standort im Geschäft berechnet eine App aus diesen LED-Signalen und kann aus dem Datenbestand die passenden Informationen ziehen. In welchem Regal beispielsweise die gesuchten Nudeln gefunden werden oder für ein Sonderangebot in unmittelbarer Nähe kann dieser Hinweis nutzvoll sein.

Die beiden Spezialisten sagen, dass eine Genauigkeit von unter einem Meter die Bytelight-Technologie erlaube, die in der Entwicklung eine Prototyp-Installation haben. Zum Einsatz kommen soll bis Ende dieses Jahres die Technologie. An passenden Apps arbeiten derzeit einige Entwickler, und um in bestehende Apps von ortsbezogenen Diensten ByteLights zu integrieren, soll auch eine mögliche Variante sein.

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