Kategorie-Archiv: Anwendungsbeispiele

Auf moderne LED-Technik will Trittau umstellen

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Eine Musterstraße für LED-Beleuchtung hat die Gemeinde Trittau aufgebaut. Mit sieben verschiedenen Beleuchtungstypen sind 13 LED-Straßenlampen in drei Straßen installiert worden. Für den Bürgermeister Walter Nussel ist es hierbei seinen Worten zufolge wichtig, dass die Bürger sich die Lichter anschauen und eine Beurteilung dazu abgeben. Ganz einfach ist das für die Anwohner, denn dafür hat jede Lampe eine Nummer. Auf moderne LED-Technik will Trittau umstellen weiterlesen

Für das Badezimmer optimale Lichtgestaltung mit effektvollem Licht

Das Thema Badbeleuchtung ist heutzutage sehr wichtig, denn mit tollen Effekten durch moderneste LED-Technik kann eine optimale Lichtgestaltung erzielt werden. Zum Beispiel kann ein Regenbogen ins Bad geholt werden durch LED-Beleuchtung mit einem beeindruckenden Farbwechsel-System. Relativ wenig kosten diese LED-Licht-Systeme, die außerdem extrem wenig Strom verbrauchen, aber über eine außerordentlich lange Lebensdauer verfügen. Optimal zur Geltung kommen die leuchtenden Farben vom LED-Farbwechsler, besonders wenn die Fließen in Farben wie weiß, cremeweiß oder lichtgrau gehalten sind. In warmen Orange-Tönen oder in zartem Violett kann das Badezimmer erstrahlen, wenn das LED-Licht in einzelnen Farben, im Wellness-Stil und passend zur individuellen Stimmung ausgewählt wird.

Ein stilvolles Ambiente wird unterstrichen durch edle Accessoires aus Chrom, Acryl oder Kristallglas. Den Einzug in das Bad findet heutzutage Kronleuchter, die es früher nur in großen Wohnräumen gab. Auch Decken-Einbaustrahler, die sich einzeln ausrichten lassen, sind ganz modern im Bad. Automatisch die Einstellungen des Lichtes optimieren können sogar intelligente Beleuchtungs-Systeme. Für qualitativ hochwertiges Tageslicht im fensterlosen Bad sorgen Biolight- Tageslichtröhren. Auf Halogen-Einbauleuchten umschaltet das System nach Sonnenuntergang. Solche Systeme können selbst installiert werden von Personen, die handwerklich geschickt sind.

Das Duschen kann sehr romantisch gestaltet werden mit einem LED-Sternenhimmel, der funkelnde weiße Wechsel-LEDs hat. Die Sinne werden angeregt durch einen LED-Brausekopf, der in Regenbogen-Farben das Wasser braust. Zu einem wahren Wellness-Tempel macht das Baden eine musikalische Untermalung mit sanften Klängen. Für gute Laune sorgen kleine LEDs, die als Bodeneinbau-Leuchten gestreut werden. Passend zum beleuchteten LED-Wandspiegel sind leuchtende Seifenschalen oder leuchtende Waschtische aus Frost-Glas. Aufregend gestaltet werden kann auch die Badewanne samt Inhalt mit einem LED-Farbwechsler. Bezüglich der Elektroinstallation an Dusche und Bad gelten aber erhöhte Schutzklassen, die beim Einbau auf jeden Fall beachtet werden müssen.

Unter LED-Licht soll Fleisch länger frisch bleiben

Nicht nur die Energie sparen Supermärkte, die LED-Lampen in den Kühltruhen verwenden, denn auch die Haltbarkeit bestimmter Lebensmittel kann sich hinauszögern. Forscher der Kansas State University kommen zu diesem Schluss.

In Kühltruhen mit LED-Beleuchtung aber auch mit herkömmlichen Neonröhren haben diese fünf verschiedene Fleischprodukte von Pute, Rind und Schwein gesetzt. Gezielt nach Unterschiede suchten sie dann und wurden tatsächlich fündig. Für bessere Produkteigenschaften sorgte im Test das Licht aus den Dioden. Wenn sich Fleisch in der Kühlung befindet, verändert es sich. Durch natürliche chemische Prozesse wechselt die Farbe des Fleisches. Besonders der Kontakt mit Sauerstoff kann den Geschmack verändern, weil dieser das Fett ranzig werden lässt. Farbspezialisten zu Hilfe nahmen sich die Wissenschaftler um Kyle Steele, um diese Faktoren zu untersuchen. Überprüft wurde bei den Kühltruhen mit den zwei verschiedenen Lichtquellen die Wirtschaftlichkeit. Das heißt, wie lange die Dauer der Kühldurchlaufzeit war, und seine Kühltemperatur das Fleisch behalten hat.

Besser abgeschnitten als die Leuchtstoffröhren hat in fast allen Kategorien das LED-Licht. Bei den Betriebskosten zeigte sich dabei der größte Unterschied. Abgebremst wurde auch der Farbwechsel und es verlängerte sich die Haltbarkeit der meisten Fleischprodukte, sogar um 24 Stunden beim Rinder-Karree-Steak. Für die Supermarktketten bedeutet laut Steele LED-Licht eine interessante Option. Verbilligt abgegeben oder weggeworfen werden muss vielfach Fleisch, weil es sich oft vor dem Haltbarkeitsende verfärbt. Friedrich Bauer vom Institut für Fleischhygiene, Fleischtechnologie und Lebensmittelwissenschaften der Vetmed Uni Wien erklärt, dass es auch jenen Aspekt durch das Ranzige gibt, abgesehen vom Fleischverderb durch Bakterien. Etwa wenn bei Neonröhren der UV-Anteil zu hoch ist, kann durchaus dieses Lichtspektrum Einfluss auf das Ranzige haben. Der Experte meinte, dass vermutlich erst lange nach dem mikrobiellen Verderb die hier zu erwartenden Änderungen einsetzen, da sie so langsam sind.

Ein Thema für Gemüse ist der Einfluss von Licht im Supermarkt auch. Die Poren, über die CO2 und Sauerstoff ausgetauscht werden, lässt dieses bei Broccoli, Salat und Co öffnen. Wasser verliert dadurch die Pflanze, sie bekommt eine andere Farbe, Vitamine und Druckfestigkeit gehen verloren. Spanische Forscher haben 2008 auch wissenschaftlich bestätigt, dass die Alterung beschleunigt wird, durch die Lichteinstrahlung, die die Frischedauer verkürzt.

Bald in neuem LED-Licht erstrahlt Bad Breisig

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In der Verbandsgemeinde Bad Breisig soll es demnächst Straßenlampen mit LED-Licht geben. Auf die neue Technik umgerüstet werden nun in einem ersten Schritt rund 200 Lampen. Die Gemeinde muss dafür mit Kosten von rund 217.000 Euro rechnen, doch erhalten sie Fördergelder in einer Höhe von 86 800 Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Nicht nur der wichtige Energieverbrauch soll mit den LED-Lampen deutlich gesenkt werden, sondern auch die Wartungsarbeiten. Je nach Umfang könnte es sein, dass eine Beteiligung für die Sanierungsarbeiten auf die Anlieger zukommt.

Rund 2.000 Straßenlampen gibt es in der gesamten Gemeinde zu der die Stadt Bad Breisig, sowie die Orte Waldorf, Gönnersdorf und Brohl-Lützing gehören. Als Leuchtmittel sind bei 1.500 der alten Lampen die alten Hochdruckquecksilberlampen (HQL) vorhanden. Da diese viel zu viel Energie verbrauchen- vergleichbar mit den 100 Watt-Glühbirnen im Haushalt- werden ab 2015 die HQL-Birnen nicht mehr hergestellt. Auf welche Technik diese Straßenlampen mit HQL-Birnen umgerüstet werden soll, müssen nun die Stadt und die Ortsgemeinden prüfen. Es gibt zwar einige Leuchtmittel, und eine der Alternativen ist die LED-Technik. Keine Pauschallösung gibt es allerdings laut der Gemeindeverwaltung, denn einzeln geprüft werden muss jede Straßenlampe für sich.

Da aber die LED-Leuchten nicht nur energiesparend sind, sondern auch wartungsarm, spielt eine Umrüstung dazu eine immer größer werdende Rolle. Besonders über die Förderzusage des Bundes freut sich natürlich der Bürgermeister der Gesamtgemeinde mit den verschiedenen Ortsbürgermeistern. Energie einzusparen ist in der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Aspekt. Mit der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung kann die Gemeinde nun schon in diesem Jahr beginnen und fortsetzen durch die Förderzusage. Für den Klimaschutz ist das zusätzlich in jedem Fall noch ein sinnvoller Beitrag.

Wolkenhimmel durch Lichtdecke im Büro nachsimulieren

Für himmlische Lichtverhältnisse im Büro sorgt eine neuartige Deckenbeleuchtung. Sie soll die Stimmung im Büro aufhellen, denn sie bildet die Lichteffekte nach, die vorbeiziehende Wolken hervorrufen. Ins Gebäude holen nun Forscher des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), was uns draußen ein Gefühl von Weite und Freiheit vermittelt. Die Lichtverhältnisse, die vorüberziehende Wolken erzeugen, werden durch eine Lichtdecke, die sich über den gesamten Raum erstreckt, nachgeahmt.

Den großen virtuellen Himmel stellen die Forscher auf der CeBIT vom 6. bis 10. März 2012 in Hannover mit einem Teilstück von 2,8 mal 2,8 Metern vor. Aus großen Kacheln mit 50 mal 50 cm setzt sich die originale Lichtdecke zusammen. Der Abteilungsleiter Matthias Bues am IOA erklärt, dass in jeder Kachel auf einer Platine sich 288 LEDs befinden. Damit die Leuchtpunkte nicht einzeln wahrgenommen werden, sondern als eine homogene Fläche, ist eine mattweiße Folie unter den LEDs vorhanden, die dafür sorgt. Weiße, grüne, blaue und rote LEDs verwenden die Forscher, um das benötigte Lichtspektrum zu erhalten. Es lassen sich über 16 Millionen Farben darstellen durch die Kombination. Da die weißen Leuchtdioden stromsparender sind als die bunten, sorgen diese noch für mehr Energieeffizienz.

Die richtigen Lichtverhältnisse an einem bewölkten Tag nachzubilden, war bei der Entwicklung des virtuellen Himmels die größte Schwierigkeit für die Forscher. Wie sich die Lichtverhältnisse verändern, wenn Wolken vorbeiziehen, musste zunächst von den Wissenschaftlern analysiert werden. Nachgeahmt wird diese Dynamik mithilfe der LEDs. Bues meinte dazu, damit von der Arbeit der Nutzer nicht abgelenkt wird, soll dieser die Änderungen nicht direkt wahrnehmen. Offenbar als sehr angenehm empfinden die Anwender diese dynamische Lichtführung. Dazu wurde eine Studie durchgeführt, bei der unter einer 30 mal 60 Zentimeter großen Leuchte zehn Testpersonen gearbeitet haben. Gleichbleibend leuchtete das Licht am ersten Tag, langsam veränderte es sich am zweiten Tag und schnell am dritten Tag. Eine Beleuchtungsart aussuchen konnten sich dann die Probanden am vierten Tag und für die schnelle Dynamik haben sich 80 Prozent entschieden.

Es gibt bereits zu der neuartigen Beleuchtung die ersten Anfragen – für Konferenzräume hauptsächlich. Die Kosten für einen Quadratmeter „Virtual Sky“ liegen im Moment bei etwa 1.000 Euro, dabei ist die Tendenz fallend. Die einzelnen Lichtdecken werden kostengünstiger, je größer die Nachfrage ist und mehr Stückzahlen produziert werden.

ratiopharm arena Ulm: Für eine optimale Sportausleuchtung sorgt Siteco

Die erste HDTV-gerechte Sportbeleuchtung mit LED-Technologie ist in der Multifunktionshalle „ratiopharm Arena“ in Ulm/Neu-Ulm von der Osram Tochter Siteco installiert worden. Ein modular aufgebautes LED-Fluter-System ist von Siteco in einer Zusammenarbeit mit dem Betreiber und Generalunternehmer Max Bögl entwickelt worden. Eingesetzt sind zur Treppen-, Tribünen- und Spielfeldbeleuchtung in der Arena insgesamt 300 LED-Fluter.

In der neuen Multifunktionshalle werden die Heimspiele von dem Basketball-Bundesligisten „ratiopharm Ulm“ ausgetragen, die sogenannte Ankermieter der Arena sind. Um eine HDTV-gerechte Übertragung der Basketballspiele zu erfüllen, denn dafür gibt es Richtlinien der FIBA (Fédération Internationale de Basketball), mussten bei den Lichtlösungen diese gestellten Anforderungen berücksichtig werden. Eine gute Farbwiedergabe ist wichtig, sowie hohe Gleichmäßigkeit und eine vertikale Beleuchtungsstärke von 2000 Lux. Gut erkennen müssen die Zuschauer die Kontraste nicht nur in der Halle, sondern auch zu Hause am Bildschirm. Wichtig ist dabei eine Blendung der Zuschauer und Spieler zu vermeiden, aber auch eine Schlagschattenbildung. Es sollte auch möglich sein, bei Superzeitlupen und Highspeed-Aufnahmen ein HDTV-gerechtes Licht durch den LED-Fluter zu erzielen, deshalb werden bei Sportübertragungen häufig 300 Bilder pro Sekunde gedreht. Nicht mehr sichtbar wird bei einem LED-Fluter das Impulsflackern der Lampen, wie das bei herkömmlicher Beleuchtung der Fall ist. In Ismaning hat Siteco eigens im Studio der TV-Produktionsfirma Plazamedia dafür einen Praxistest unternommen. Mit dem Ergebnis, dass selbst flackerfrei bei 1.000 Frames die Highspeed-Aufnahmen geblieben sind unter der LED-Beleuchtung.

Auch für Messen, Konzerte, Events und vieles mehr wird die Halle als Austragungsort verwendet. In der Regel ist ein geringeres Beleuchtungsniveau bei Events gefragt, wie bei Fernsehübertragung von Basketballspielen, deshalb werden hohe Ansprüche an die Vielfältigkeit der Beleuchtung gestellt. Ein bedarfsgerechtes stufenloses Dimmen und eine eventbezogene Beleuchtung ist mit dem Siteco LED-Fluter möglich, denn dafür sorgt die individuelle Steuerbarkeit per DMX. Das bedeutet auch, nur was das Licht braucht, wird an Strom eingesetzt. Auch im Trainingsbetrieb oder bei Auf- und Umbauarbeiten wird weniger Beleuchtung benötigt. Es reichen 500 Lux horizontale Beleuchtungsstärke aus, im Gegensatz zum Spielbetrieb. Hier liegt die vorgeschriebene Norm bei 2000 Lux. So kann an Energie mehr als Drittel eingespart werden, je nach Beleuchtungssituation.

Sowohl mit der Reduzierung der Wartungskosten, als auch mit der Energieeinsparung lässt sich die Wirtschaftlichkeit der LED-Anlage bestätigen. In der Multifunktionshalle liegt die Haltbarkeit der LED-Fluter bei 50.000 Stunden das bedeutet, dass diese auf rund 25 bis 30 Jahre Betriebsdauer ausgelegt sind, während nur bei rund 4.000 bis 8.000 Stunden die Lebensdauer von konventionellen Lampen liegt. Nicht mehr nötig ist hier ein Leuchten- oder Lampenwechsel. Eine fünfstellige Euro-Einsparung für die Energie- und Wartungskosten errechnet die Betreibergesellschaft für die „ratiopharm Arena“ mit der neuen LED-Technik gegenüber einer konventionellen Anlage.

Neue LED-Technik kommt in Elsfleth zum Zug

Mit neuer LED-Technik sollen alle Laternen der Straßenbeleuchtung in Elsfleth bei Oldenburg ausgestattet werden. Laut dem entsprechenden Fachbereichsleiter der Stadt, Hartmut Doyen, soll mit dieser Maßnahme um 70 Prozent der Energieverbrauch gesenkt werden. Geplant ist, dass die neue Technik bis zum Jahre 2015 in allen Straßenlampen der Stadt installiert sein wird.

In vielen Haushalten ist die LED-Beleuchtung schon Standard geworden. Durch umweltschonende und sparsame Leuchtmittel werden die alten Glühbirnen erneuert. Auf die Sparsamkeit der modernen Lampen setzt nun auch die Stadt Elsfleth. Wie Doyen jetzt bekannt gegeben hat, soll mit der neuen LED-Technik in einem Zeitraum von drei Jahren die komplette Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet ausgestattet werden. Unterrichtet worden ist zuvor der Stadtrat über die Ausschreibung des Großauftrages von der Bürgermeisterin Traute. Laut Doyen werden in der Stadt mit LED-Lampen alle Leuchtmittel in den 750 Straßenlaternen umgerüstet. Bis 2015 haben dann alle Laternen zwischen Moordorf und Oberhammelwarden die neue Technik erhalten.

Für die Umrüstung sprechen zwei Gründe. In den Laternen befinden sich die alten Quecksilberdampflampen, die bis 2015 entsorgt werden müssen. Zudem bringen die neuen Leuchtmittel eine enorme Kostenersparnis. Dazu rechnet der Fachbereichsleiter vor, dass jede Lampe nur noch 33 Prozent Strom verbraucht und deshalb mit einer Einsparung von 67 Prozent zu rechnen ist. Koffer- und Pilzleuchten werden mit der neuen Technik schon seit 2010 schrittweise im Stadtgebiet ausgetauscht, denn der Stromverbrauch sollte unbedingt minimiert werden, meint Doyen. Bewilligt wurde dafür vom Stadtrat eine Summe von 50.000 Euro. Eine weitere Hilfe in Höhe von 12.000 Euro ist durch die Förderung des Bundes für diese Maßnahme dazugekommen. Da die neuen Lampen um 40 Prozent teurer sind, ist dieses Geld wichtig, denn sonst hätte sich die Stadt die Umrüstung nicht leisten können. Auf die neue LED-Technik umgerüstet werden in wenigen Wochen noch weitere 52 Straßenlaternen.

Neue Straßenbeleuchtung mit LED-Technik bekommt die Stadt Peine

In Peine werden im kommenden Jahr zur Energieeinsparung 21 Quecksilberdampflampen der alten Straßenbeleuchtung durch energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Davon betroffen sind der Friedrich-Ebert-Platz sowie im Stadtpark ein Teil der Fußwegbeleuchtung.

Gefördert wird diese Maßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Dies umfasst mit 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben die Steuerungs- und Regelungstechnik, aber auch den Ersatz der Leuchtenköpfe. Erzielt werden eine jährliche Energieeinsparung von 2.908 Kilowattstunden und gleichzeitig eine Reduzierung das CO2 Ausstoßes von rund 1.700 Kilogramm durch den Austausch der Leuchten. Ein Beleuchtungskataster wird in einer Zusammenarbeit der Stadt und den Stadtwerken zurzeit erstellt. Erfasst werden dort die Eigenschaften der Anlagen, welche Leuchtmittel verwendet werden, und die Stadtorte aller Leuchten. Weitere Straßenbeleuchtungen will die Stadt auf energieeffiziente LED-Lampen umstellen, doch wird dies erst entschieden nach der Fertigstellung des Beleuchtungskatasters Anfang 2012.

Mit neuer Lichttechnik sammelt die Stadt Peine derzeit an zwei Orten und zwar in Stederdorf und im Werderpark eigene Erfahrungen. Von einer Braunschweiger Firma stehen 2 LED-Musterleuchten im Werderpark. Zurzeit ist dort auf 36 Watt die Systemleistung der Leuchtenköpfe eingestellt, doch sie kann von 11 Watt bis maximal 42 Watt reguliert werden. Hier wurde Neutralweiß gewählt als Lichtfarbe. Natürlich kann von Warmweiß bis Tageslichtweiß bei Bedarf die Lichtfarben verändert werden. Es besteht auch die Möglichkeit einer separaten 180 Grad Schaltung der Leuchten, das bedeutet, dass eine die Straßenseite oder Hausseite getrennt voneinander beleuchtet werden kann. Noch zu früh ist es jedoch für eine abschließende Bewertung, doch klingen sehr positiv die bisherigen Eindrücke dieses Testberichtes. Im Einsatz sind seit rund sieben Monaten drei Leuchten mit einem anderen LED-System in Stederdorf. Für eine Bewertung ist es auch noch hier zu früh.

Eine Großstadt könnte mit herkömmlicher Weihnachtsbeleuchtung versorgt werden

Bald ist Heiligabend und in vielen Straßen leuchtet die Weihnachtsbeleuchtung. Beleuchtete Figuren, Girlanden, weiße oder bunte Lichterketten in Fenstern, Balkonen oder Gärten weisen in Deutschland schon Wochen vorher auf dieses große Ereignis hin. An und in den Häusern leuchten rund 8,5 Milliarden Lichter in unserem Land. Dies hat der Ökostrom-Anbieter „Lichtblick“ in einer Umfrage ermittelt. Rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom wird verbraucht in der Vorweihnachtszeit durch die Menge dieses Lichtermeeres. Laut einer Berechnung des Institutes IfED (Energiedienstleistungen) könnten ein ganzes Jahr lang rund 140.000 durchschnittliche Haushalte mit diesem Strom versorgt werden. Für bis zu 50 Euro Strom können Lichterketten im 24-Stunden-Betrieb verbrauchen – somit kann die Stimmungsbeleuchtung zu Weihnachten auch ganz schön teuer werden.

So viel wie möglich sollte auch für die Umwelt gespart werden und nicht nur an die Energiekosten gedacht werden. Bereits einiges an wertvollem Strom kann der Verbraucher einsparen, wenn er zu modernen LED-Leuchtmitteln greift. Oft sehr große Energiefresser sind die beliebten Lichterschläuche und Lichterketten der herkömmlichen Art. Zum Beispiel benötigt ganze 140 Watt ein Lichterschlauch von neun Metern, der mit einfachen Glühbirnen bestückt ist. Dagegen nur auf 14 Watt kommt ein Lichterschlauch mit modernen LEDs von der gleicher Länge. So liegt bei 90 Prozent die Einsparung der Energiekosten. Bereits nach zwei bis drei Jahren rechnen sich damit die höheren Anschaffungskosten von LED-Lichterketten und –schläuchen.

Ein weiterer Vorteil bringen noch LEDs mit sich, denn sie halten auch deutlich länger im Vergleich zur Glühbirne, neben der Energieersparnis. Es steigen auf die LED-Technik bereits viele Städte und Gemeinden schon um. Mit LEDs beleuchtet werde beispielsweise schon seit drei Jahren der Weihnachtsmarkt am Jungfernsteg in Hamburg. Weniger als zehn Kilowattstunden am Tag wird benötigt für den Betrieb der 500.000 LED-Leuchten, die eingesetzt werden. Wie Lichtblick erklärte, würden 750 Kilowattstunden verbraucht, wenn dafür herkömmliche Glühbirnen eingesetzt würden.

LED-Weihnachtsbeleuchtung in Nördlingen

Ökologische Akzente setzen will Nördlingen in diesem Jahr bei ihrer Weihnachtsbeleuchtung. Mit zwei Strängen, an denen sogenannte LED-Lampen hängen, läuft in der Löpsinger Straße eine Art Feldversuch. Diese verbrauchen weniger Strom und sind aus Plastik. Außerdem geht diese LED-Weihnachtsbeleuchtung nicht so häufig defekt, da sie als sehr robust gelten soll. Bei den herkömmlichen Leuchten bleibt es erstmal im restlichen Stadtgebiet.

Diese Initiative sei vom Oberbürgermeister Herman Faul ausgegangen, wie Susanne Vierkorn, die Geschäftsstellenleiterin des Stadtmarketingvereins gegenüber der Presse mitteilte. Jedes Jahr mussten zirka 1.000 Lampen ersetzt werden, die beim Auf- und Abbau der Weihnachtsbeleuchtung zu Bruch gegangen sind. Deshalb meinte Vierkorn, dass sie diese Idee des OBs gerne aufgegriffen hätten. Über die Anschaffung der LED-Weihnachtsbeleuchtung kann nun nachgedacht und auch umgesetzt werden, nachdem die Preise sich mittlerweile für die LED-Technik nach unten bewegen. Im Vordergrund steht zunächst allerdings der Probelauf in der Löpsinger Straße. Zwei verschiedene Muster von LED-Leuchten, die nun gezielt in diesem Jahr in der Adventszeit getestet werden, sind vom Marketingverein besorgt worden. Wenn der Versuch ein positives Ergebnis zu Tage bringt, soll geprüft werden, ob und inwieweit es machbar ist die gesamte Stadt auf die moderne Weihnachtsbeleuchtung umzurüsten.

Ein großer Vorteil der LED-Technik, sind die geringeren Energiekosten im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung. Nach einer gewissen Zeit amortisiert sich der niedrigere Stromverbrauch gegenüber den höheren Anschaffungskosten. Eine längere Lebensdauer der LED-Leuchten ist ein weiterer Vorteil. Auch auf die Schlagfestigkeit der LED- Beleuchtung wies der Elektromeister und Stadtrat Joachim Sigg hin. Die Leuchtstränge in der Stadt werden neben dem städtischen Bauhof, anderen Elektrobetrieben von Nördlingen, auch von seiner Firma aufgehängt, der deshalb gute Erfahrung mit der Weihnachtsbeleuchtung hat.