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Frankfurt: Neue LED-Straßenbeleuchtung

Die alte Gasbeleuchtung ist in den ersten Straßenlaternen von den Ortsteilen Heddernheim und Nordend in Frankfurt am Main durch LED-Beleuchtung ersetzt worden. Die Waage halten sich die Befürworter und Kritiker dieser Modernisierung. Ein Unterschied ist kaum festzustellen und manche Einwohner haben auch noch nicht bemerkt, dass in der Justinianstraße in Nordend und in der Nistergasse in Heddernheim nicht mehr mit Gas, sondern mit Strom die Laternen Licht spenden. Werden die Bewohner gefragt, was sie von der neuen LED-Beleuchtung halten, zucken machen nur mit den Schultern, nur dass diese zuverlässig funktionieren ist für sie wichtig. Dass die neuen Lampen ein wenig heller leuchten und gleichmäßiger brennen haben nur genaue Beobachter festgestellt. Für eine Umrüstung von Gas auf die moderne LED-Technik ist die wirtschaftliche Überlegung ein wichtiger Aspekt. Einige wehmütige Bürger aber meinen, dass es schon was Gemütliches an sich hatte, wenn es im Winter geschneit hat und dann das etwas schwächere leicht flackernde Licht der Gaslaternen leuchtete.

Wesentlich teurer in der Unterhaltung sind Gaslaternen, das ist trotz aller Nostalgie bittere Wahrheit. Das Zwanzigfache an Energie verbrauchen diese und bei mehr als 500 Euro liegen die Kosten dafür. Für eine bessere CO2-Bilanz sorgen außerdem die energieeffizienten LEDs. Ein weiterer Aspekt für die Befürworter der LED-Lampen ist, dass im Gegensatz zur Gaslampe diese ewig halten. Gut in die Umgebung passt der Stil der Lampen, und das Ambiente ist durch die stromsparenden Laternen in beiden Ortsteilen erhalten worden.

Thomas Bartelt der Sprecher des Verkehrsdezernats meint, dass die Wartung der Gaslampen eines der Hauptprobleme ist. Ausgewechselt werden muss leider einmal im Jahr der Glühstrumpf. Es wird immer schwieriger, diesen zu bekommen und auch zu entsorgen und dann enthält er auch noch schädliche Stoffe. Thomas Erfert von der SRM (Straßenbeleuchtung Rhein-Main) betonte, dass ein Großteil der rund 5.500 Straßenlaternen in Frankfurt in nächster Zeit erneuert werden müssten, die noch mit Gas beleuchtet werden. Über 40 Jahre sind viele der Lampenmasten, die aus Stahl hergestellt sind. Stahl roste ja bekanntlich und irgendwann sind die Pfosten defekt.

Mit 150 LEDs wird das Parkhaus „Alte Oper“ in Frankfurt beleuchtet

Die größte Anlage in Frankfurt am Main, die mit LEDs ausgestattet wurde, ist nun in Betrieb genommen worden. Erhellt wird mit rund 150 LED-Röhren die eine Länge von 1,20 Meter und 1,50 Meter haben, das erste Parkdeck im Parkhaus „Alte Oper“. Die vorhandenen Lampenfassungen wurden durch neue LED-Leuchten ausgetauscht, nachdem die erforderlichen Zulassungen Fachleute der Parkhaus Betriebsgesellschaft zusammen mit Lanser, dem Wiesbadener Hersteller von Leuchten, erwirken konnten. Eine deutliche längere Lebensdauer versprechen sich die Hersteller für diese Technik, was aber mehr im Vordergrund steht, ist die Energieeinsparung von rund 50 Prozent. Mit den fast 30 Tausend Kilowattstunden, die damit eingespart werden, können zwölf Familien mit Strom versorgt werden. Innerhalb von gut einem Jahr wird sich den Planungen zufolge die Erneuerung rechnen, auch wenn um rund 50 Euro eine LED-Leuchte teurer ist, als herkömmliche Neonröhren. Bei der Ausleuchtung großer Flächen steht diese Technik erst am Anfang, wobei bei der dekorativen Beleuchtung oder im Auto LED-Leuchten meist schon Standards sind.

Bei der Einführung innovativer Technologie unterstreicht die ABG ihre führende Rolle mit dieser Investition. Einen Park & Ride-Parkplatz, einen Parkplatz mit insgesamt 16.200 Stellplätzen, 41 Tiefgaragenhäuser und 22 Parkhäuser betreibt die ABG Holding in Frankfurt über ihr Tochterunternehmen Parkhaus Betriebsgesellschaft. Zumeist mit Leuchtstoffröhren werden die Parkhäuser beleuchtet. Eine entscheidende Rolle für die Umrüstung hat nicht nur der wirtschaftliche Aspekt gespielt, sondern auch die klima- und umweltpolitischen Gedanken. Die mit dem Einsatz von LEDs entstandene Energieeinsparung entspricht ca. 19 Tonnen Kohlendioxyd, die nicht mehr benötigt werden. Messtechnisch begleitet wird in einem Feldtest, der drei Jahre dauert, der Einsatz der LED-Leuchten in dem Parkhaus „Alte Oper“ in Frankfurt am Main. Auf den Leuchtkraftverlust, die Stromeinsparung und damit auch auf die Wirtschaftlichkeit liegt besonders das Augenmerk.