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Bremer Jacobs University setzt auf LED-Leuchten

LED Beleuchtung © Fotolia
LED Beleuchtung © Fotolia

Nun haben die LED-Lampen auch die erste deutsche Universität erreicht. Denn die Jacobs University in Bremen testet nun als erste deutsche Uni den Einsatz von LED-Lampen. Bei dem Pilotprojekt kommen die LED-Lampen zur Beleuchtung von Hörsälen, Büros und Labors zum Einsatz. Dazu wurden in einem gut 4000 Quadratmeter großen Gebäude die herkömmlichen Leuchtstoffröhren durch neuartige LED-Röhren ersetzt. Diese verbrauchen ein Drittel weniger Strom. Darüber hinaus kommen sie ohne die potenziell gesundheitsschädlichen Leuchtgase der Energiesparlampen aus. Sollte das Pilotprojekt nach einer Testphase von sieben Monaten erfolgreich abgeschlossen werden, soll der komplette Campus der Jacobs University auf LED-Lampen umgestellt werden.

Das Projekt in Bremen startete nun im Juni dieses Jahres, um die Praxistauglichkeit genauso zu testen wie den tatsächlichen Energiespareffekt durch die LED-Lampen. Dazu wurde die Beleuchtung in den Hörsälen, Labors und Büros des sogenannten „Research I“-Gebäudes der Universität ausgetauscht. Insgesamt handelte es sich dabei nach Angaben der Jacobs University um 114 Leuchtstoffröhren, die nun durch LED-Lampen ersetzt worden sind. Zunächst wird das Pilotprojekt bis Ende dieses Jahres laufen, wissenschaftlich begleitet von Jacobs PhD Fellow Claudius Hardt bei seiner Doktorarbeit. Sollten die LED-Lampen in diesem einen Gebäude dann ausreichend überzeugen, sollen auf dem gesamten Campus die LED-Lampen zum Einsatz kommen, wo dies immer möglich ist.

Den Einschätzungen des wissenschaftlichen Begleiters zufolge kann die Jacobs University bis zu eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen, sofern alle Leuchtstoffröhren auf dem Campus durch LED-Lampen ersetzt werden. Dies entspricht den Angaben von Claudius Hardt zufolge dem Jahresverbrauch von 200 Privathaushalten. Der 27-jährige und sein Doktorvater Werner Bergholz, Professor of Electrical Engineering an der Jacobs University, sehen in dem Pilotprojekt einen wichtigen Beitrag in der augenblicklichen Diskussion um den Energiekonsens. Das Potenzial der LED-Technik zur nachhaltigen Energieeinsparung sei enorm hoch, erläuterte Bergholz. „Im Vergleich zu normalen Glühbirnen wird zehn Mal weniger Energie verbraucht. Das lohnt sich nicht nur für eine Institution wie die Jacobs University, sondern auch für jeden privaten Haushalt und ist damit ein Beitrag zur Reduzierung des Stromverbrauchs, den jeder (sich) leisten kann.“

Erstes Hotel in Österreich setzt komplett auf LED-Lampen

In Österreich gibt es nun das erste Hotel in der Alpenrepublik, das bei der Beleuchtung komplett auf LED-Lampen umgestellt hat. Dabei handelt es sich um das Pannonia Tower Hotel in Parndorf. Das Hotel kann mit der kompletten Umrüstung auf LED-Lampen im kompletten Gebäude nach eigenen Angaben satte 20.000 Euro an Stromkosten im Jahr sparen. Das neue Projekt ist nun von Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich und dem führenden LED-Erzeuger in Österreich, LUMITECH, vorgestellt worden. Nach Angaben der Hotelleitung sind im kompletten Anwesen alle herkömmlichen Beleuchtungskörper durch LED-Lampen ausgetauscht worden. Die Gäste hätten schon positiv hervorgehoben, dass sie die Lichtqualität schätzen, hieß es.

Nach Angaben von LUMITECH sind die LED-Lampen, die im Pannonia Tower Hotel in Parndorf eingesetzt werden, nach einer umfangreichen Forschungsarbeit serienreif. So könne das Licht mit den LED-Lampen in einem Raum tagsüber kühler und geschäftsmäßig sein, dafür am Abend warm, hieß es von Seiten des Herstellers. Das Hotel – die höchste Eventlocation im österreichischen Burgenland – ist nach Angaben von LUMITECH der Vorreiter bei der Anwendung der aktuell fortschrittlichsten LED-Innenraumbeleuchtung.

Das Hotel gilt als das Pionierprojekt in Österreich in Sachen gelebter Nachhaltigkeit. Dabei erklärte General Manager Christian Kühnelt vom Pannonia Tower Hotel, dass es mehrere Gründe für den Einsatz der LED-Lampen gab. Zum einen seien dies die Energie-Einsparungen von bis zu 85 Prozent, sowie die hohe Lebensdauer der LED-Lampen. Darüber hinaus habe die hervorragende Lichtqualität der LED-Technik für den Einsatz gesprochen. Nach Angaben des österreichischen Umweltministers zeigt das LED-Pionierprojekt in Parndorf, was mit Hilfe der Umweltförderung in der Alpenrepublik erreicht werden kann. Neben den enormen Kosteneinsparungen von 20.000 Euro im Jahr durch die LED-Lampen für das Hotel, werde auch massiv Energieeinsatz verringert, was der Umwelt zugutekomme. Nach Angaben von Berlakovich wurden in Österreich im Jahr 2010 insgesamt 90 Millionen Euro in 2.400 Klima- und Umweltschutzprojekte vom Staat investiert, was insgesamt Investitionen von 570 Millionen Euro ausgelöst habe. Was konkret in Parndorf investiert wurde, ist nicht bekannt geworden.

Ackerbau der Zukunft mit LED

LED Beleuchtung ist nicht nur eine äußerst energieeffiziente und auch stimmungsvolle Beleuchtung, die kann auch die Sonne ersetzten. Zumindest ist dies auf einer „Indoor Farm“ in den Niederlanden der Fall. Hier ersetzen LED Lampen vollständig das natürliche Tageslicht.

Die in den Niederlanden beheimatete Firma PlantLab stellt die Landwirtschaft der Zukunft vor. In einem völlig von der Außenwelt abgeschotteten System wachsen Obst und Gemüse unter den klimatisch optimalsten Bedingungen. In einem Raum ohne Sonnenlicht wachsen die Pflanzen dabei ausschließlich unter künstlichem Licht. Das die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten dennoch optimal wachsen ist dabei dem Einsatz von LED Lampen zu verdanken. Diese simulieren dabei ein künstliches Tageslicht genauso wie auch eine künstliche Nacht. Ackerbau der Zukunft mit LED weiterlesen

Höchenschwand will auf LED Beleuchtung umrüsten

Die Gemeinde Höchenschwand liegt im südlichen Schwarzwald. Damit die knapp 2.600 Einwohner der kleinen Gemeinde in Zukunft nicht Schwarz sehen, wenn sie in der Nacht durch den Ort spazieren, plant die Gemeinde jetzt, die Straßenbeleuchtung auf eine sparsamere LED Beleuchtung umstellen. Da das Budget nicht allzu sehr belastet wird, wollen die Gemeindevertreter Fördermittel beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beantragen. Die Zeit drängt. Der benötigte Antrag muss noch in dieser Woche beim Ministerium eingehen. Am 31. März ist Deadline dafür. Am 1. Januar dieses Jahres wurde eine diesbezügliche Gesetzesnovelle veröffentlicht, in der die Richtlinien für die Förderung von Beleuchtungssystemen in den Kommunen geregelt sind. Höchenschwand will auf LED Beleuchtung umrüsten weiterlesen